Donnerstag, 27. April 2017

Tutorial: Lampe aus Gipsabdruck vom Babybauch

Heute gibt es mal wieder ein Tutorial. Und zwar eins für werdende Mütter. Ich habe eine Anleitung für euch, wie ihr aus dem Gipsabdruck eures Babybauchs eine tolle Lampe macht, die das Wunder, das ihr vollbracht habt, als ihr in eurem Bauch ein Baby beherbergt habt, wortwörtlich in das richtige Licht rückt.


Als erstes müsst ihr natürlich einen Gipsabdruck von eurem Bauch machen. Dafür eignet sich meiner Meinung nach ca. die 35. Woche am besten. Der Bauch ist schon groß, hat sich aber noch nicht zu sehr gesenkt und sieht daher im Abdruck schöner aus. Außerdem ist der Zeitpunkt noch relativ sicher vor der Geburt. Ist ja blöd, wenn man extra lange wartet, damit der Bauch auch groß und eindrucksvoll ist und dann kommt das Kind zu früh.
Für den Abdruck holt ihr euch einfach Gipsbilden aus der Apotheke. Dann kleistert ihr euren Bauch dick mit Vaseline ein, damit nachher nichts an den kleinen Härchen klebt. Da ich unter dem Abdruck nicht komplett nackt sein wollte, habe ich einen Sport-BH angezogen und den gut mit Frischhaltefolie eingewickelt.
Nun müssen die Gipsbinden in Wasser getaucht werden und dann wird der Bauch abgeformt. Ob ihr nur den Bauch, Bauch und Brust oder, wie ich, auch noch den Arm mit abformt, ist natürlich ganz euch überlassen. Mein Tipp: Formt auf jeden Fall im Stehen ab, im Sitzen oder Lieben sieht der Bauch immer etwas unförmig aus.
 Ist alles dick eingegipst, heißt es abwarten. Nach ca. 30 Minuten merkt ihr, dass sich der Gips langsam vom Körper löst. dann könnt ihr ein paar Mal tief einatmen, das löst die letzten Stellen. Nehmt den Bauch vorsichtig ab und lasst ihn 1-2 Tage gut trocknen. Am Besten verstärkt ihr die Ränder dann nochmal mit etwas Gips, die sind meistens etwas dünn und brüchig.
Nun könnt ihr den Gipsbauch gestalten. Ich habe mich dazu entschieden, die Gipsbinden-Struktur so zu lassen. Wenn ihr das nicht wollt, könnt ihr euch im Bauchmarkt normalen Gips holen und den Bauch, damit nochmal 1-2 Mal dünn bestreichen, bis die Form glatt genug für euch ist.

Ich habe den Bauch direkt mit 2 Schichten weißem Acryllack bemalt und ihn dann nach Lust und Laune mit Ranken, Schmetterlingen und einem schönen Schriftzug verschönert.

Damit das Licht nachher schön durch den Bauch scheint, habe ich den Namen nochmal mit einer Stricknadeln nachgestochen.

Zum Aufhängen könnt ihr hinten von Anfang an Ösen angipsen, ich habe aber einfach links und rechts ein kleines Loch reingepiekst und dort Draht aufgegangen. Den kann man dann einfach an einen Haken an der Wand aufhängen.


Als Lichtquellen habe ich eine einfache Fassung mit Glühbirne an der Wand befestigt. Man kann auch eine Lichterkette dahinter hängen.

Gefällts euch? Falls ihr auch tolle Kunstwerke aus euren Gipsabdrücken gemacht habt, schickt mir doch gerne Bilder. Ansonsten hoffe ich, ich konnte euch ein wenig inspirieren.

Habt's fein und bis bald!

Mittwoch, 26. April 2017

Strikt geradeaus oder 100 Umwege?

Ja, das ist wieder so eine der essentiellen Fragen des Lebens. Suche ich den schnellsten und effektivsten Weg zu einem Ziel, das ich fest im Blick habe, oder gehe ich viel eher über viele Zwischenstationen und Umwege, um schlussendlich zu einem Ziel zu gelangen, dass ich zu Beginn der Reise noch gar nicht wirklich im Blick hatte? Ist ein Weg besser als der andere und woher weiß ich das?



Ich persönlich bin eher Typ Umwege. Ich weiß grob, in welche Richtung es gehen soll und dann gehe ich los. Vielleicht dauert der Weg etwas länger, wenn ich viele Extraschleifen laufe, aber meistens hat jeder dieser Schritte auch einen enormen Mehrwert für mich und mein Leben. Ich gebe euch mal ein paar Beispiele aus meinem Leben.

Beginnen wir mal mit den klitzekleinen Dinge im Leben, die die eigentlich total unwichtig sind, aber uns trotzdem irgendwie beschäftigen. So habe ich fast 1 Jahr gebraucht, um die passenden Schlafanzüge für meine Sohn zu finden. Strampler, Spieler mit Fuß und ohne Fuß, mit Knöpfen oder mit Reißverschlüssen oder doch der klassische Zweiteiler. Aber dann mit Knöpfen vorne oder ganz ohne? Jedes Mal, wenn ich ein neues Modell ins Auge gefasst habe, bin ich losgezogen und habe diverse neue Teile gekauft, nur um kurze Zeit später doch wieder etwas neues auszuprobieren. Schlussendlich sind wir beim klassischen Zweiteiler geblieben. Einfach anzuziehen, gut zu kombinieren, wenn mal was schmutzig ist und bekommt man überall.




Es gibt aber auch Beispiele, die bedeutender sind. So habe ich nach der Schule angefangen, Lehramt zu studieren, aber auf meinem Weg durch Studium bis hin zur fertig ausgebildeten Lehrerin, habe ich viele Umwege um andere Jobs gemacht. Ich war viele Jahre lang Fitnesstrainerin, dann habe ich eine Ausbildung zur Dozentin in der Notfallausbildung gemacht und unzählige Erste-Hilfe-Kurse gegeben.  Ich bin auch einige Zeit mal Putzen gegangen. Schlussendlich bin ich aber trotzdem zu dem zurückgekommen, was ich gerne mache. Unterrichten. Mit Kindern arbeiten. Mein Studium hat zwar etwas länger gedauert, aber die vielen Zwischenstationen haben mich bestätigt, das das was ich mir ausgesucht habe, das, was ich für den Rest meines Lebens machen möchte, der Lehrerberuf ist.

Und zum Schluss noch ein Beispiel meine Beziehung betreffend. Es gab kein klassisches Kennenlernen, Zusammenziehen, Heiraten, Kinderkriegen. Viel eher war es so: Kennenlernen, Patchworkfamilie, Zusammenziehen, doch nicht zusammenziehen, doch zusammenziehen, Fernbeziehung, Heiraten, Fernbeziehung mit Baby, Zusammenziehen 500km weg von Zuhause. Aber jetzt bin ich da, wo ich hingehöre und sein will. Mit Mann und Kind im Schwarzwald. Die ganzen Umwege haben mir gezeigt, was ich im Familienleben brauche, um glücklich zu sein (und das ist nicht viel) und vor allem, weiß ich, was meine Beziehung alles aushält.


Ihr seht also, ich gehe viele Umwege, komme trotzdem an mein Ziel und bin glücklich damit. Aber ganz so einfach ist das nicht immer. Wer viele Umwege geht, droht vom eigentlichen Weg abzukommen, das Ziel aus den Augen zu verlieren, irgendwann verirrt da zu stehen und nicht mehr zu wissen, wohin es geht.Die Folge können Frustration und Angst sein. Deshalb hilft es mir, einen groben Plan zu entwickeln, bevor ich mich auf die Reise mache. Und wenn ich mal nicht mehr weiß, wohin ich gehen soll, besinne ich mich darauf. Als ich vor lauter jobben mein Studium aus dem Fokus verlor, musste ich mich daran erinnern, dass ich eigentlich Lehrerin werden wollte. Ich wollte Kinder unterrichten und das schafft man nicht, wenn man während des Studiums 5 Tage die Wochen Fitnesskurse gibt und am Wochenende Erste Hilfe unterrichtet. Dann heißt es: Kursänderung, etwas an der aktuellen Situation ändern, um dem Endziel wieder einen Schritt näher kommen.

Mein Mann ist da ja eher der strikt zielstrebige Typ. Wenn er sich etwas vornimmt, wird das sofort umgesetzt. Schule - Studium - Beruf. Direkt geradeaus und die Umwege auf ein notwendiges Minimum reduzieren. Im Kleinen ist er auch so. Er möchte ein Bild aufhängen, also direkt los in den Baumarkt, Befestigungsmaterial besorgen und noch am gleichen Tag hängt das Ding. Ich hingegen würde möglicherweise Tage brauchen, bis das Bild an der Wand hängt, einfach weil ich nebenbei noch. andere Dinge mache.

Im Leben muss man wohl ausprobieren, welcher Weg der richtige für einen ist. Vielleicht ändert sich die persönliche Einstellung auch im Laufe des Lebens oder je nach Ziel, das man verfolgt. Entsprechend passt man seine Lebensweise dann wohl an, aber bis dahin freue ich mich weiter über die 1000 kleinen Dinge, die ich auf meinen Umwegen entdecke.

Und ihr? Typ Umweg oder Typ strikt geradeaus? Und warum? Gibt es Ausnahmen?

Habt's fein und bis bald!

Montag, 17. April 2017

Persönliche Fotogeschenke fürs Osternest + Gewinnspiel

In Kooperation mit Pixum darf ich euch heute ein paar tolle Ideen für persönliche Geschenke fürs Osternest vorstellen. Die Produkte sind mir dabei freundlicherweise von Pixum zur Verfügung gestellt worden. Am Ende des Beitrags könnt ihr auch noch einen 25€-Gutschein von Pixum gewinnen. Cool, oder?


Für mich sind Ostern oder Nikolaus eigentlich keine Feste, an denen man große Dinge verschenkt.  (Hier habe ich euch schon mal erzählt, warum Leon nichts zu Nikolaus bekommen hat). Ich finde, an diesen Festen soll es um Nächstenliebe, um Güte und Dankbarkeit geben. Dazu kann man ruhig eine Kleinigkeit verschenken, aber wenn ich sehe, dass andere Kinder Carrera-Bahnen oder riesige Sammlungen an Barbie-Puppen bekommen, kann ich nur den Kopf schütteln. Wie immer gilt hier natürlich "Leben und leben lassen" und ich rede auch niemandem rein, der es anders handhabt als ich, aber für uns gehören große Geschenke einfach nicht dazu.

Zu Ostern gab es sowohl in meiner Kindheit als auch jetzt mit eigenen Kindern immer bunte Ostereier, ein bisschen Schokolade und eine Kleinigkeit. Viel spannender als das Erhalten der Geschenke ist doch auch das Suchen im Garten oder in der Wohnung. Wo auch immer der Osterhase vielleicht etwas versteckt hat. Aber ich mag es auch, meinen Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern eine Kleinigkeit zu schenken. Hier geht es Wirkich um kleine Dinge, die einfach nur sagen : "Ich denke an dich" und "Schön, dass es dich gibt".

Personalisierte Brotdose





Leon kommt in sein Osternest diese Jahr neben Ostereiern und etwas Schokolade eine Brotdose. Die habe ich mit einem Foto bedrucken lassen. Wir können sie gut für den Kindergarten benutzen. So ist sie individuell und kann nicht verwechselt werden. Die Brotdose könnt ihr hier direkt erstellen.

Fotosticker

Die Fotosticker fand ich einfach zu süß. Wir haben damit einen Blumentopf personalisiert und eine kleine Osterglocke verschenkt. Die Bildqualität der Sticker ist wirklich gut und sie halten bombenfest. Gefällt es euch?


Retro-Osterkarten


Die sind mein absolutes Highlight dieses Jahr. Hinten ein persönliche Worte drauf und schon zaubern wir der Familie ein Lächeln ins Gesicht, da bin ich mir ganz sicher. Die Retro-Fotos könnt ihr auch der Internetseite direkt mit Text versehen, wenn ihr das wollt. Ist also total einfach.


Wir sind wirklich überzeugt von den Pixum-Produkten. Auch vor der Kooperation habe ich dort schon bestellt und bin nie negativ überrascht worden. 
Ich hoffe sehr, dass wir unseren Familien  damit einmal mehr zeigen können, wie froh wir sind, sie zu haben.



Gewinnspiel


Nun könnt ihr noch einen 25€-Gutschein von Pixum gewinnen. Dann könnt ihr euch selbst etwas aus der Produktpalette an Fotos, Leinwänden, Fotogeschenken und mehr etwas aussuchen. Was ihr dafür tun müsst:

  • Hierlasst unter diesem Artikel einen Kommentar, dass ihr gewinnen wollt
  • Gebt eure E-Mail-Adresse an, damit ich euch benachrichtigen kann, falls ihr gewonnen habt (Falls ihr eure E-Mail-Adresse nicht öffentlich angeben wollt, könnt ihr mir auch eine E-Mail schreiben oder sie mir direkt übers Kontaktformular zukommen lassen)
  • Das Gewinnspiel endet am 24.04.2017, 19:00 Uhr
  • Der Gewinner wird danach von mir per Mail benachrichtigt und erhält den entsprechenden Gutscheincode
  • Das Gewinnspiel findet mit freundlicher Unterstützung von Pixum statt

Sonntag, 16. April 2017

2 E-Bike-Touren am Bodensee

Heute möchte ich euch 2 unserer E-Bike-Touren am Bodensee vorstellen. Wir haben sie im Sommer 2016 gemacht und fanden sie wirklich toll. Vielleicht hat der eine oder andere ja Lust, die Touren auch mal zu fahren.


Tour 1: Unteruhldingen - Friedrichshafen



Strecke: 51 km
Zeit: ca. 3 Stunden
Höhenmeter: ca. 230

Gestartet sind wir in Unteruhldingen. Eigentlich wollten wir die Pfahlbauten anschauen, aber der Eintritt war uns dann doch zu teuer.
Also sind wir erstmal nach Meersburg. Das ist wirklich ein schönes kleines Örtchen mit Straßenmusikern direkt an der Promenade und schönen Kinderspielplatz. Von dort aus sind wir weiter am Bodenseeufer lang nach Hanau und Immenstaad. Der Bodenseeradweg führt übrigens immer am Ufer vorbei. Die Straßen sind gut ausgebaut und es gibt eigentlich keine Chance, sich zu verfahren. Von Immenstaad aus sind wir dann weiter bis nach Friedrichshafen. Dorf sind wir über ein riesiges Promenadenfest gelaufen, haben uns die Innenstadt und das Zeppelinmuseum angeschaut, bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg mit Eis-Essen-Zwischenstation in Meersburg gemacht haben.




Tour 2: Stein am Rhein - Gaienhofen - Stein am Rhein



Strecke: 44 km
Zeit: ca. 2,5 Stunden
Höhenmeter: 400

Unsere zweite Bodensee-Tour war eine Rundfahrt mit Start- und Zielpunkt in Stein am Rhein mit Überfahrt mit der Fähre. Auf dem Bild fehlt leider ein Stück der Route, aber ihr könnt es euch ja vorstellen, es ging einfach immer am Ufer entlang. Stein am Rhein ist wirklich ein romantisches Städtchen. Ziemlich touristisch, aber wir waren morgens da, da war es noch relativ leer. Wir sind von Stein am Rhein dann immer am Ufer entlanggefahren bis Gaienhofen. Von dort aus konnten wir mit der Fähre für wenig Geld übersetzen nach Berlingen und auf der anderen Seite des Bodenseearms wieder zurückfahren. In Stein am Rhein führt dann eine Brücke wieder zurück auf die ursprüngliche Seite. Hier führt der Radweg nicht immer direkt am Bodenseeufer lang, was ich persönlich etwas schade fand. Aber dafür fährt man kilometerweit durch Obstplantagen, was dann auch wieder richtig schön ist. Ich kann die Tour auf jeden Fall nur empfehlen.

2017 wollen wir mal mehrere Tage am Bodensee entlang fahren und zwischendurch in Pensionen übernachten. Mal sehen, ob das was wird.

Habt's fein und bis bald!

Samstag, 15. April 2017

Danke, liebe Erzieherinnen!

Jeden Morgen bringe ich meinen Sohn in den Kindergarten. Jeden Morgen empfängt ihn seine Erzieherin mit offenen Armen und einem Lächeln im Gesicht und schon beim Hereinkommen hat man das Gefühl, dass das eigene Kind hier in der Kita gut aufgehoben ist.

Heute nutze ich mein Medium "Blog" mal dazu, Danke zu sagen. DANKE an alle Erzieherinnen, die jeden Tag so viel mehr machen als einfach nur ihren Job.



Fremde Kinder betreuen

Es ist nicht selbstverständlich, dass man fremde Kinder betreut. Man übernimmt für ein kleines Wesen die Verantwortung, mit dem man unter privaten Umständen überhaupt nichts zu tun gehabt hätte. Man übergeht persönliche Neigungen, denn bestimmt kommt es auch unter Erzieherinnen mal vor, dass man ein Kinder mehr oder weniger mag. Trotzdem werde die Kinder alle gleich behandelt. Die Erzieherinnen übernehmen für ein paar (oder die meisten) Stunden des Tages den Job, den normalerweise die Eltern ausüben und das für fremde Kinder. Danke dafür!

Elternarbeit

Manchmal denke ich, dass die Arbeit mit den Eltern fast noch anstrengender ist als die mit den Kindern. Die Eltern haben Fragen zur Organisation. Sie wollen Informationen über ihr Kind: "Hat er heute gut gegessen?", "Hat sie gut in den Schlaf gefunden?", "Was hat er heute gespielt?". All diese Gespräche finden zwischen Tür und Angel statt. Zusätzlich gibt es die (mindestens) jährlichen Entwicklungsgespräche mit den Eltern, in denen Rede und Antwort gestanden wird zur individuellen Entwicklung und Förderung jedes spezifischen Kindes. Das kostet viel Zeit und bestimmt auch einige Nerven. Denn Eltern sind oft nicht einfach, das weiß ich aus meinem Job als Lehrerin. Wenn mal etwas nicht gut läuft. Wenn das Kind sich verletzt hat, wenn es nicht gegessen hat oder schlechte Laube hat, dann können Eltern zickig, unfreundlich und ungehalten werden. Danke, dass ihr das alles aushaltet, liebe Erzieherinnen!

Individuelle Förderung

In unserer Kita kommen pro Erzieherin 5 Kinder. Und jedes dieser 5 Kinder soll individuell gefördert werden. Das eine Kind ist motorisch wahnsinnig weit entwickelt, braucht aber sprachlich intensivere Betreuung. Ein anderes Kind ist feinmotorisch noch nicht so fit und sollte dort gezielt gefördert werden. Das möchte muss eben in Sachen Kognition noch einiges erarbeiten. All dies erkennen die Erzieherinnen und gehen darauf gezielt ein. All das muss übrigens auch schriftlich geplant und dokumentiert werden. Es gibt inzwischen sogar echte Bildungspläne für den Kindergarten. Bei uns in Baden-Württemberg ist darin genau festgehalten, was Kinder in der Kindergartenzeit in den Bereichen Körperwahrnehmung, Sinne, Sprachentwicklung, Denken,  Gefühl/Mitgefühl und Sinn/Werte/Religion lernen sollen. Kita bedeutet also viel mehr als nur mit den Kindern zu spielen. Danke, liebe Erzieherinnen für eure Mühe.

Die Arbeit nach der Arbeit

Der Job der Erzieherin ist übrigens nicht vorbei, wenn die Kinder nach Hause gehen. Was glaubt ihr, wer die Lätzchen wäscht, das Geschirr von bis zu 4 Mahlzeiten am Tag spült und die ganze Büroarbeit macht. Planung von Festen, Neuanmeldungen, Stadtratssitzungen. All das muss ebenfalls erledigt werden und das wohl kaum, während die Kinder betreut werden müssen. Also geht die Arbeit auch dann weiter, wenn keine Kinder in der Einrichtung sind. Ihr habt wirklich viel zu tun, liebe Erzieherinnen

Herzensangelegenheit und gute Laune

Schlussendlich finde ich es toll, dass ihr eure Arbeit mit vollem Herzen macht und dass ihr den Kindern gegenüber immer gut gelaunt seid. Natürlich seid auch ihr streng, wenn es notwendig ist, aber eben niemals böse. Erzieher sein ist wohl ,ebenso wie Lehrer oder Krankenpfleger, ein Job, den man lieben muss. Man macht ihn wohl kaum wegen guter Bezahlung,  wenig Auswand oder tollen Arbeitszeiten. Also Danke, dass ihr euren Job liebt,



Ich bin mir natürlich durchaus bewusst, dass auch jeder andere Job viele Herausforderungen birgt, auch der Klempner, der meine Toilette repariert, macht einen tolles Job und vor allem viele Dinge, von denen ich als Kunde gar nichts mitbekomme. Fakt ist der, den Erzieherinnen vertraue ich jeden Tag mein Kind an. Die Person, die mir in meinem Leben am meisten bedeutet. Und deshalb sind auch sie es, die heute ein riesiges DANKESCHÖN von mir verdient haben.

Donnerstag, 13. April 2017

Städtereise: München über Silvester

Wie jedes Jahr haben wir auch zwischen Weihnachten und Neujahr 2014 eine Städtereise gemacht. Diesmal ging es erst nach Berlin, von dort aus nach München und dann wieder nach Hause. Wir konnten uns einfach nicht einigen, wohin wir wollten, also sind wir einfach nacheinander in beide Städte gefahren und haben Silvester dann in München verbracht.

Wie so oft sind wir auch diesmal mit der Bahn gefahren. Der Zug von Berlin nach München fuhr gut 5 Stunden, wir mussten zwischendurch umsteigen, weil unser Zug überfüllt war und geräumt wurde und für mich als Schwangere war das ziemlich stressig, aber irgendwie ging es dann. Unser Hotel lag im Stadtteil Dasing und war total süß. Einziger Nachteil: Wir hatten eine riesige schwäbische Renter-Reisegruppe im Hotel. Mit denen im Essenssaal, wenn sie alle schwäbisch reden, ist ein bisschen anstrengend. Aber wir waren ja nicht zum Essen in München (doch, teilweise schon), sondern um etwas zu sehen. Was uns besonders gut gefallen hat, habe ich euch mal aufgeschrieben:



Neues Rathaus:

Es ist wahnsinnig aufwendig und pompös gestaltet, aber gar nicht so historisch, wie es aussieht (erst 1907 fertiggestellt). Berühmter als das Rathaus selbst ist aber das Glockenspiel. Es ist eines der größten Glockenspiele Deutschlands und wirklich toll anzuhören. man muss aber damit rechnen, dass es voll ist. Nicht nur wir hatten die Idee, das Glockenspiel zu hören.



Karlstor:

Das Karlsdorf befindet sich direkt am Marienplatz und sieht ein bisschen aus wie eine übergroße Modellfigur einer Ritterburg. Im Winter steht direkt auf dem Marienplatz eine große Eisbahn mit Glühweinbude, was wirklich auch einen Besuch wert ist. Direkt hinterm Tor beginnt eine Einkaufsstraße. Da muss man als Frau natürlich durch. Wir haben noch kurz in einem Brauhaus Halt gemacht und traditionell Weißwürste gegessen. Lecker!


Königsplatz:

Der Königsplatz ist toll, das haben wir überhaupt nicht erwartet. Erstmal war der Hinweg von der Bahnstation aus schon total schön. Es hatte über Nacht wahnsinnig viel geschneit, sodass überall an den Wiesen (dort wo sonst das Oktoberfest stattfindet), Familien mit ihren Kindern zum Rodeln waren. Das ließ meine Schwangerschaftshormone natürlich eine Party feiern. Aber zurück zum Königsplatz. Hier befindet sich ein Museum über die Antike und überall draußen stehen Figuren von griechischen Göttern. Das Museum selbst sieht aus wie ein Tempel. Man fühlt sich richtig in eine andere Ära versetzt.


Allianz Arena:

Obwohl wir keine Fußballfans sind, war das ein Muss. Ich fand den Weg zur Arena relativ lang und im Schnee doch beschwerlich, aber man konnte erkennen, dass es das für die eingefleischten Fußballfans durchaus wert ist. Für mich galt: Hab ich gesehen, muss ich aber nicht nochmal hin.

BMW Museum:

Dort wollte mein Mann unbedingt hin, im Nachhinein hat er sich dafür wohl selbst verflucht. Wenn ich im Museum bin, dann muss ich auch jede Infotafel lesen und jede Audio-Guide-Info anhören. Das führte dazu, dass wir fast 3 Stunden im Museum waren. Die Batterien meines Audio-Guides sind zweimal komplett leer geworden und mussten ausgetauscht werden. Nach einer Stunde etwa, hat mein Mann sich in einen Sitzbereich zurückgezogen und dort gewartet, bis ich mir alle Motoren, Autos und historische Fahrzeuge angeschaut habe.


Silvesternacht:

Wer jetzt, DEN Silvestertipp für München erwartet, wird leider enttäuscht. Ich muss ehrlich zugeben: Wir sind um 20:00 Uhr schön im Restaurant des Hotels essen gegangen und danach ins Bett und haben geschlafen. Um 23:50 Uhr sind wir aufgestanden, haben uns vom Fenster aus das Feuerwerk angeschaut und sind dann um 0:10 Uhr wieder ins Bett gegangen. Wir waren einfach wahnsinnig müde vom ganzen Sightseeing und für mich als Schwangere im 6. Monat war das ganze sowieso ziemlich anstrengend. Dafür waren wir dann am nächsten Morgen wieder früh auf den Beinen und die Stadt war leer. Wir konnten uns vieles ganz in Ruhe anschauen.

Mein Fazit:

München ist schön. Ich mag die vielen historischen Ecken und die Geschichte, die dahinter steckt. Auch shoppen kann man hier gut. Für mich ist München definitiv keine Party-Stadt, sondern wirklich was für einen gemütlichen Sightseeing-Trip. Aber dafür lohnt es sich auf jeden Fall!

Dienstag, 11. April 2017

Rezension: So klappt's mit dem Burn-Out

Das Thema Burn-Out zieht sich durch unsere heutige Gesellschaft. gefühlt jeder zweite hat einen. Dieses Buch gibt euch Tipps, wie ihr auch zu diesen Leuten gehört. Mit viel Ironie und ganz viel Humor wird einem hier gezeigt, was für Gefahren es für Burn-Out gibt und wie man diese umgehen kann. Ich habe lange nicht mehr so gelacht beim Lesen eines Buches.


Daten

Titel: So klappt's mit dem Burn-Out
Autor: Martin-Niels Däfler
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 978-3-579-08648-4
Preis: 16,99€
Seiten: 224
Genre: Ratgeber

Meine Meinung

Martin-Niels Täfle schafft es mit seinem Buch, sich dem ernstzunehmenden Thema "Burn-Out" mit Humor und Ironie anzunähern und uns so zu sensibilisieren für Gefahren und Prävention, ohne uns mit Fachsprache und Belehrung zu langweilen oder gar zu nerven. In 15 Lektionen gibt er Tipps, wie man sich selbst so sehr stresst, dass man ein Burn-Out bekommt und klinisch behandelt werden muss. Dabei greift er Gefahrenpotenziale wie Unordnung und Unruhe am Arbeitsplatz, nicht Nein sagen Können, fehlender Freizeitausgleich oder mangelnde familiäre Unterstützung auf. Ohne es zu bemerken lernen wir, welche Bereiche betroffen sind, wenn sich ein Burn-Out anbahnt. Sein Schreibstil ist kurzweilig und seine Beispiele wahnsinnig amüsant. Ich habe das Buch verschlungen und kann es jedem nur empfehlen, ob potenziell Burn-Out-gefährdet oder nicht.

Samstag, 8. April 2017

Rezension: Easy Peasy Familienküche

Heute möchte ich euch mal wieder ein Buch vorstellen. "Easy Peasy Familienküche", das im Edel-Verlag erschienen ist, vereint Ernährungsratgeber und Kochbuch. Es liefert familientaugliche Rezepte für jeden Anlass.  Aber erstmal zu den Fakten:


Autoren: Claire van de Heuvel & Vera van Haren
Titel: Easy Peasy Familienküche
ISBN: 978-3-6419-0466-9
Verlag: Edel Verlag
Preis: 19,95 €
Genre: Kochbuch/Ratgeber

Klappentext:
Mit 100 leckeren Rezepten für den Familientisch, die Brotdose, den Spielplatz oder die Geburtstagsparty werden sie auch ihre Familie begeistern. Von bunten Frühstücksbowls und leckerschmecker Smoothies über fantasievolle Salatideen, gesunde Gemüsegerichte oder Power-Snack-Balls bus zu kunterbunten Ideen für Süßkram.
Zeigen sie ihrer Familie mit zeitgemäßen Gerichten, wie viel Spaß es macht, bewusst und gesund zu essen. Mit zahlreichen tollen Tipps zur Ernährung, Planung und Vorratshaltung - so easy peasy!

Meine Meinung

Um es kurz zu machen: Ich bin begeistert von diesem Buch. Anfangs war ich skeptisch, da es doch viele "Ratgeber"_Seiten enthält, aber die machen wirklich Sinn. Wir erhalten Hintergrundwissen, wie wir das Familienessen gesund und ausgewogen gestalten, wie wir unsere Kinder erziehen ohne sie zu bevormunden. Es gibt Infos zur Entwicklung der Kinder, die uns verstehen lassen, warum wann welche Ernährung wichtig ist und vieles mehr. Ich finde toll, dass alle Rezepte ohne Industriezucker auskommen. Manche Rezepte sind mir persönlich etwas zu aufwendig oder extravagant, aber das ist ganz einfach Geschmacksache. Wenn ich es mögen würde, wäre ich begeistert. Besonders möchte ich noch positiv hervorheben, dass hier auch Trend in Sachen Ernährung, so wie Smoothiebowls mit einbezogen werden, ohne dominant gegenüber den "klassischen" Gerichten zu sein. Toll finde ich z.B. auch Tipps für eine ausgewogene Füllung der Brotdose für die Kita oder die Schule. Also rundherum ein tolles Buch.

Vielen Dank an den Edel-Verlag, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 6. April 2017

DIY Hausbett - Anleitung

Diesen Herbst haben wir für Leon ein neues Bett gebaut. Ursprünglich wollte ich ihn schon vom Gitterbett in ein normales Bett umziehen lassen, doch nach dem Umbau haben wir festgestellt, dass er das Gitter und die Begrenzung beim Schlafen noch braucht, deshalb stand erstmal das Gitterbett im Rahmen des großen Betts. Seit Anfang Februar schläft Leon aber nun im Große-Jungs-Bett und es klappt hervorragend.



Ich hatte mich schon längst in ein Hausbett verliebt, Eins, das so richtig aussieht wie ein Haus. Mit Dach und Gartenzaun, mit Wiese drum herum und mit Blumenkästen. Leider habe ich nirgendwo ein passendes gefunden und wollte erst ein komplett eigenes bauen. Dann fand ich aber das Bett KURA von Ikea, das den perfekte Rahmen bildete. Ich Sparfuchs habe dann ein gebrauchtes KURA-Bett im Internet gefunden und für 70 Euro gekauft. Es hatte zwar durchaus schon Gebrauchsspuren, da ich es aber komplett lackieren wollte, war das kein Problem.


Zuhause habe ich es erstmal probehalber ausgebaut, um zu sehen, welche Latten ich wo anbringe und wie viel zusätzliches Material ich noch kaufen muss. Es passte perfekt. Ich konnte an der Seite eine Latte weglassen, die ich als Dachbalken nutzen konnte. Die Querlatten an der Kopfseite des Bettes könnte ich für die Dachschrägen benutzen. Die habe ich mir im Baumarkt einfach auf die richtige Länge zurecht sägen lassen. Kann man natürlich auch zuhause sägen, aber so war ich sicher, dass es auch exakt ist.

Dann habe ich alle Einzelteile mit weißem Acryllack lackiert. Es brauchte insgesamt drei Schichten Farbe bis alle Spuren der Vorbesitzer überstrichen waren. Das Ganze habe ich dann erst nochmal 2 Wochen im Keller deponiert, damit es nicht mehr nach Lack riecht, wenn es dann im Kinderzimmer steht.

Beim Aufbau hat mir mein Papa geholfen. Ich liebe es, solche Projekte zusammen mit meinem Papa anzugehen, denn er hilft mir so viel, wie es nötig ist, aber ermutigt mich vor allem, so viel wie möglich selbst zu machen.
Wir haben also den Bettrahmen so aufgebaut, wie es auch für das KURA-Bett vorgesehen ist. Dann kam das Dach oben drauf, das wir mit Schrauben aus dem Baumarkt fixiert haben.
Anschließend haben wir unbehandelte Zaunlatten aus dem Baumarkt zugesägt und ebenfalls lackiert. Eigentlich wollte ich die Zaunlatten näher aneinander haben als es nun ist, aber dann hatte ich Angst, dass Leon mit dem Kopf dazwischen stecken bleibt. Also ging Sicherheit vor und die Latten weiter auseinander. Der Aufbau hat uns ingesamt einen Nachmittag gekostet, also durchaus vertretbar.

Das Lattenrost steht auf Keilen auf dem Boden, sodass ein kleiner Raum darunter bleibt, um die Belüftung der Matratze zu gewährleisten. Ich habe mich übrigens mit Absicht direkt für ein 90*200cm-Bett entschieden, da ich keine Lust habe in 2-3 Jahren schon wieder ein komplett neues Bett zu kaufen.


So wie auf diesem Bild stand es dann erstmal ein paar Monate bis Leon soweit war, ohne Gitterstäbe schlafen zu können. Dann haben wir es weiter umgebaut.

Den Teppich habe ich günstig über Amazon gekauft und die Blumenkästen aus dem Baumarkt. Darin stehen Kunstblumen. Ursprünglich wollte ich auch noch ein Dach aus Stoff, aber da sammelt sich so viel Staub und es ist so schwer zu reinigen, dass ich den Gedanken erstmal verworfen haben





Was sagt ihr, gefällts euch?

Dienstag, 4. April 2017

Rezept: Sushi easy selbstgemacht

Wer hat eigentlich behauptet, Sushi machen sei furchtbar schwierig? Es ist easy peasy und hier zeige ich euch, wie Ichs gemacht habe. Ich mag übrigens gar kein Sushi, daran hat auch das Selbermachen nichts geändert, aber für den Rest der Familie mache ich mir natürlich trotzdem gerne die Mühe und sogar der 1,5-jährige Sohn hat mir Freude verdrückt. Also hier die Anleitung:



Ihr braucht: 
150g Sushireis
425 ml Wasser
3 EL Reisessig
1 EL Zucker
1 TL Salz
wahlweise: Gurke, Paprika, Avocado, Räucherlachs
Noriblätter

1. Als erstes wascht ihr den Reis gut durch, in der Zeit bringt ihr das Wasser zum Kochen. Gebt den Reis in das kochende Wasser, lasst ihn 2 Minuten kochen und lasst ihn dann zugedeckt auf ausgeschalteter Herdplatte ca. 20 Minuten ziehen.

2. Erhitzt den Essig mit Zucker und Salz bis beides sich aufgelöst hat. Gebt es zum Reis, vermischt das Ganze gut und lasst den Reis abkühlen.

3. Breitet ein Noriblatt auf Backpapier aus (falls ihr keine Bambusmatte habt). Nun feuchtet ihr eure Hände in kaltem Wasser an und verteilt Reis auf dem Noriblatt.


4. Legt eure Füllung auf den Reis und wickelt das Ganze mithilfe des Backpapier auf.

5. Schneidet die Rolle in 6-8 Teile und stellt sie bis zum Verzehr kalt.



Probiert es aus, es ist wirklich super, super einfach.
Und Mann und Kind hat es richtig gut geschmeckt.