Mittwoch, 30. November 2016

Städtereise - Rom mit Kind

Ich liebe es zu reisen, in andere Kulturen einzutauchen, mal rauszukommen und etwas von der großen, weiten Welt kennenzulernen. Deshalb versuchen wir, abgesehen vom Familienurlaub, ein bis zweimal pro Jahr einen Städtetrip zu machen. Diesen Juni hat es uns nach Rom verschlagen und ich bin verliebt in diese Stadt.

Anreise:

 
Wir sind von Köln mit Ryanair nach Rom Malpensa geflogen. Dank Billigflieger kostet das ja quasi nix. Der Flug war wahnsinnig angenehm. Leon hat Bücher angeschaut, ist durchs Flugzeug spaziert und hat mit dem Junggesellinnenabschied 3 Reihen hinter uns geflirtet.
Vom Flughafen in Rom aus fuhren wir dann mit dem Shuttlebus direkt zum Hauptbahnhof. Das Ganze war etwas beschwerlich. Leon war todmüde, wir musste in der prallen Sonne in der Schlange zum Bus stehen. Im Endeffekt habe ich dann gewartet und der Papa ist mit Leon auf dem Arm rumspaziert, bis er endlich eingeschlafen ist. Vom Hauptbahnhof aus war unser Hotel nur 5 Minuten Fußweg entfernt. Es war nichts besonderes. Ein 3 Sterne-Hotel in einem Hinterhof, aber zum Schlafen und Frühstücken absolut ausreichend. Es war sauber und hatte Klimaanlage. Mehr brauchten wir nicht.

 

Sehenswürdigkeiten:

Wir besuchten alle Sehenswürdigkeiten zur Fuß, mit Bus oder Bahn. Das ging super, da wir ja quasi direkt am Hauptbahnhof wohnten. Für Leon hatte wir den Buggy mit und er war total zufrieden wie Pascha durch die Gegend gefahren zu werden, auch wenn wir bei dem ganzen Kopfsteinpflaster ordentlich Arbeit beim Schieben hatten. Ich habe übrigens schon zuhause in Deutschland einen Plan aufgestellt, wann wir was anschauen wollen, Tickets gebucht und auch Bahnverbindungen rausgesucht. Das hat uns echt einiges erleichtert. Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir uns angeschaut:
  • Santa Maria Maggiore: Eine wunderschöne Kirche. In jeder Ecke gibt es etwas anderes zu bewundern. Nur an die bedeckten Schultern und Knie habe ich nicht gedacht, deshalb habe ich wundervolle weiße Umhänge zur Verfügung gestellt bekommen.
 

  • Kollosseum: Wir hatten im Vorhinein ein Kombiticket für Forum Romanum und Kolosseum gebucht. Hauptsächlich, um nicht in der Schlange stehen zu müssen. Das war eine wahnsinnig gute Idee, so haben wir uns am Kolosseum ca. 2 Stunden Anstehen gespart und waren innerhalb von 5 Minuten drinnen. Es war allerdings brechend voll, obwohl wir direkt morgens da waren. Positiv anmerken muss man auf jeden Fall, dass alles wunderbar mit dem Kinderwagen zu befahren ist. Das Kolosseum an sich ist unglaublich beeindruckend. So riesig, so alt und aus dem Lateinunterricht im Gymnasium wusste ich ja auch noch ungefähr, was dort alles so passiert ist.
 

  • Forum Romanum: Durch das Forum Romanum kann man stundenlang spazieren. Für Leon super, der ist rumgerannt und hat sich alles angeschaut. Überall stehen alte Säulen, Ruinen, Tempel. Man hat eigentlich gar nicht genug Augen und Zeit, um sich alles genau anzusehen.
 

  • Pantheon: Das Pantheon war für mich auch eins der Highlights. Die Kuppel ist beeindruckend und die Malereien so wahnsinnig detailreich. Ganz große Empfehlung
 

  • Trevi-Brunnen: Auf den Trevi-Brunnen hatte ich mich echt gefreut. Allerdings war es so unglaublich voll, dass wir noch nicht mal annähernd bis ran gekommen sind, vor allem mit Kinderwagen und Kleinkind. Aber allein das, was ich von Weitem gesehen habe, war wunderschön.

  • Vatikanisches Museum mit Sixtinischer Kapelle: Auch hierfür hatten wir uns online Tickets gebucht und somit mindestens anderthalb Stunden Wartezeit gespart. Wir mussten nur ein paar Minuten an der Sicherheitskontrolle warten. Fast überall, in Kirchen und Museen muss man durch Metalldetektoren und Taschenkontrollen wie am Flughafen. Finde ich durchaus richtig bei solchen Menschenmassen. Das Vatikanische Museum ist riesig und leider nicht kinderwagengerecht. Ich weiß nicht, wieviele Treppenstufen wir den Kinderwagen geschleppt haben. Dabei war es teilweise so eng und voll, dass das wirklich eine Herausforderung war. Als wir dann endlich in der Sixtinische Kapelle angekommen waren, war ich echt enttäuscht. Wir wurden vom Sicherheitspersonal direkt weitergeschoben, konnten nicht mal innehalten und uns alles genau ansehen. Schade. 
  • Petersdom: Kleiner Tipp: Wenn man sich in der Sixtinischen Kapelle durch den Seitenausgang für Gruppen rausschleicht, kommt man direkt am Petersdom raus und muss sich nicht nochmal irgendwo anstellen. Ach und im Petersdom sind Kinderwagen verboten, die muss man draußen abstellen. Im Petersdom war es nicht so voll wie erwartet. Wir konnten alles in Ruhe ansehen und es war mehr als beeindruckend. Was wir allerdings nicht gemacht haben, war hoch zur Kuppel zu gehen. Da waren und Geld und Zeit zu schade für. Leon hat sich übrigens im Petersdom verliebt. In Megan aus den USA. Die beiden waren unzertrennlich. Vielleicht hätte der Papst ja die Hochzeit bezahlt, wenn das mit den beiden von Dauer gewesen wäre. Der Petersplatz ist auch nochmal was für sich. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie da Zehntausende Menschen stehen, wenn der Papst seine Ansprachen hält. Wahnsinn!
 

Essen:

Oh, Oh, Oh. Fahrt bloß nicht während einer Diät nach Rom. Man kann gut essen, günstig essen und viel essen. Wir sind Abends immer in Restaurants direkt in der Straße von unserem Hotel gegangen. Dann gab es meistens ein 3-Gängemenü für 10-15€. Als Vorspeise zum Beispiel Spaghetti Bolognese, Lasagne oder Carpaccio, als Hauptspeise Fleisch oder Fisch mit Pommes oder Pizza und als Dessert Eis, Dessert oder Kuchen. Wirklich zu empfehlen. An einem Morgen haben wir nicht im Hotel gefrühstückt, sondern sind stattdessen brunchen gegangen. Auch da war die Auswahl an Brötchen, Aufschnitt, Salaten, Obst, Kuchen, Säften etc. riesig und das für 10 Euro pro Person. und dann darf man in Rom eins nicht vergessen. GELATO! Das allerbeste Eis gibt es definitiv bei Giolitti (Via degli Uffici del Vicario 40). Es ist teuer, aber es lohnt sich wirklich. Wir waren mehr als einmal da.

 
 

Bei unserer Reise haben wir wieder einmal festgestellt, dass man solche Trips sehr gut mit Kind machen kann. Allerdings sollte man gut planen und nicht zu viel machen wollen. Wir haben immer eine Sehenswürdigkeit am Vormittag und eine am Nachmittag eingeplant. Mittags waren wir immer im Hotel, sodass Leon Mittagsschlaf machen konnte und uns tat die Ruhe und Abkühlung auch gut. Abends waren wir immer relativ früh essen und dann im Bett, sodass wir morgens auch früh starten konnten und es nicht nicht überfüllt war bei den Sehenswürdigkeiten.

Fazit: Rom, wir kommen wieder!

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