Samstag, 10. Dezember 2016

Eine Zugfahrt, die ist lustig

Letztens sind Leon und ich mit dem Zug von NRW in den Schwarzwald nach Hause gefahren. 5 Stunden Zugfahrt mit Kind. Da bewegst du dich dauerhaft zwischen Anschiss und High Five und brauchst erstmal Urlaub, wenn du endlich wieder zuhause bist. Ich hab euch die ganze Fahrt über mal mitgenommen. 

11:30 Uhr:
In einer halben Stunde kommt unsere Straßenbahn. Wir gehen lieber schonmal los. Falls Leon selbst laufen will, könnte das ganze lange dauern. 



11:50 Uhr:
Wir sind an der Haltestelle angekommen. Wir warten. Leon jammert. Er wird müde. Er lässt sich mit einem Brötchen ablenken. Nach 15 Minuten ist immer noch keine Bahn da. Dann die Durchsage "Wegen einer technischen Störung kommt die nächste Bahn Richtung Köln erst in 10-15 Minuten. Ich kriege einen kleinen Nervenzusammenbruch. Das wird knapp bis zur Abfahrt des ICE. Kurz darauf kommt doch eine Bahn. Schwein gehabt. 

11:15 Uhr:
Wir sind in der Straßenbahn. Leon wechselt alle paar Sekunden zwischen 
  • In den Buggy klettern
  • Auf Mamas Schoß klettern
  • Aus dem Fenster gucken
  • Leuten winken

11:45 Uhr:
Wir sind am Kölner Hauptbahnhof angekommen. In 10 Minuten fährt unser ICE. Wir hetzen zum Gleis. Unser Wagen ist natürlich am anderen Ende des Bahnsteigs. Wir rennen. Ich bitte ein paar Leute mir beim einsteigen mit dem Buggy zu helfen. Einer reagiert. Schwein gehabt. 

11:55 Uhr:
Der Zug fährt los. Wir haben Plätze im Kleinkindabteil reserviert. Gute Idee. Genug Platz. Ein Vater mit 6-Jähriger Tochter ist ebenfalls im Abteil. Sie sind wirklich nett. Wir unterhalten uns die nächsten Stunden. Die Kinder 
  • Gucken Peppa Pig und Mascha und der Bär auf meinem Handy (Danke, Amazon Video)
  • Malen im Malbuch (Danke Deutsche Bahn)
  • Essen Äpfel, Brötchen, Kekse und Pommes
  • Spielen mit Ihren Spielzeug-Zügen (Danke deutsche Bahn)
Außerdem laufen wir durch den Zug und winken allen Leuten. Gegen Ende wird Leon grantig. Das Tribut des ausgefallenen Mittagsschlaf. 




15:30 Uhr:

Wir kommen am Offenburger Bahnhof an. Ein netter Herr hilft mit dem Buggy. Wirklich freundlich. Leon weint und jammert. Wir haben eine halbe Stunde Aufenthalt. Vielleicht schläft er ein, wenn ich ein bisschen spazieren gehe. Fehlanzeige. Er weint und Jammert lieber. 

 

16:00 Uhr:
Wir sitzen im Fahrradabteil der Schwarzwaldbahn. Außerdem eine osteuropäische Familie mit 3 Töchtern. Erst sind sie nett zu Leon. Dann nehmen sie ihm seinen Bär weg, wollen aus seiner Flasche trinken und in seinen Buggy klettern. Ich gucke die Eltern böse an, sie schimpfen mit den Kindern. Leon läuft rum, klettert auf Sitze. Wir müssen seine Windel wechseln. Nicht einfach auf Klappsitzen und bei dem Gewackel. Na gut, geht schon irgendwie. 

 

16:45 Uhr:
Wir kommen in Triberg an. Der Papa wartet schon. Am Bahnhof gibt es weder Aufzug noch Rolltreppe. Also den Buggy mit Kind und Gepäck die Treppen runter und wieder hoch schleppen. Leon weint. Er ist totmüde. 

17:30 Uhr:
Wir sind endlich zuhause. Leon hat eine halbe Stunde geschlafen und ist wieder besser gelaunt. Home, Sweet Home. Wir sind wieder da. 

 


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