Samstag, 3. Dezember 2016

Referendariat mit Kind - die Theorie

Im Juni habe ich nach 6 Jahren endlich mein Studium beendet. Es war mühsam, es war anstrengend und es dauerte deutlich länger als geplant. Aber jetzt bin ich fertig. Als ich mit dem Studium begonnen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich am Ende nicht nur mit einem ersten Staatsexamen als Grundschullehrerin da stehe, sondern auch mit Ehemann und einjährigem Kind. Ja man kann nicht immer alles planen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Nun ist fast ein halbes Jahr seit meinem Abschluss vergangen und ein neuer großer, wichtiger Abschnitt steht an. Ab Januar starte ich ins Referendariat, ach nee, heute heißt das ja Vorbereitungsdienst. Es wird eine Herausforderung. Haushalt, Kind, Familie und Job müssen unter einen Hut gebracht werden. Und auch das funktioniert nur mit maximaler Planung. Es soll folgendermaßen ablaufen:




Leon geht seit September in die Kita, wir erhöhen nun die Betreuungszeit. Er wird dann auf jeden Fall täglich bis 14:00 oder länger im Kindergarten bleiben. Mir ist wichtig, dass er dort zu Mittag isst und Mittagsschlaf macht. Wie lange er dann am Nachmittag noch da bleibt, hängt davon ab, wie lange ich in der Schule und beim Seminar bin und wieviel Zeit ich zur Unterrichtsvorbereitung und zum Lernen brauche.

Als Referendar unterrichtet man 12-13 Stunden pro Woche in der Schule. Meine Hoffnung ist, dass ich das ganze tatsächlich auch 3-4 Vormittage aufteilen kann. So hätte ich genug Zeit für Anfahrt und wäre mittags zuhause, hätte also genug Zeit für mein Kind und die Unterrichtsvorbereitung.

Vermutlich muss ich einmal pro Woche zum Seminar. Das ist ca. 50km von uns weg. Ich hoffe, dass sich das Ales gut planen und mit der Kita vereinbaren lässt.

Wenn Leon krank ist, habe ich auch als Referendar Anspruch auf 4 bezahlte freie Tage und 10 unbezahlte freie Tage. Dafür muss ich mir natürlich vom Kinderarzt bescheinigen lassen, dass Leon so krank ist, dass ich zuhause bleiben muss. Mein Mann hat ebenfalls die Möglichkeit zuahsue zu bleiben, da er im Gegensatz zu mir kein Beamter ist, hat er sogar noch einige Tage mehr zur Verfügung, an denen er (bezahlt) zuhause bleiben kann. Da wir keine Familie hier haben, ist es nochmal etwas schwieriger, da niemand mal zur Betreuung von Leon einspringen kann. Wir müssen dann eben gut planen, wer zuhause bleibt, wenn Leon krank ist.

Die Kitaferien liegen bis auf wenige Tage komplett in den Schulferien von Baden-Württemberg, in denen ich als Referendar ebenfalls frei habe. Sehr praktisch für mich, so kommen wir nicht in das Bedrängnis, ob unsere Urlaubstage reichen, um alle kindergartenfreien Tage aufzufangen.

All das ist natürlich bisher nur graue Theorie und Planung. Wie es dann tatsächlich funktioniert, werden wir sehen, wenn es soweit ist. Meinen Stundenplan und meine Seminarpläne bekomme ich erst Anfang des Jahres und erst dann wird sich zeigen, ob das alles auch so umsetzbar ist. Aber irgendwie rocken wir das schon! Ich werde berichten, wie es klappt.

Habt's fein und bis bald!

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