Samstag, 11. Februar 2017

Spinat, Rosenkohl und Fisch - Warum mein Kind fast alles isst

Andere Eltern tun mir manchmal leid. Sie mühen sich jeden Tag ab, damit ihr Kind etwas isst, doch das Kind mag dieses nicht, das mag es gekocht nicht, das nächste sieht zu komisch aus und wieder eins ist eklig. Leon ist anders. Leon isst (fast) alles. Und davon viel. Warum genau das so ist, kann ich natürlich nicht sagen. Es gibt kein Geheimrezept (was für ein Wortspiel), sein Kind dazu zu kriegen, alles zu probieren und zu mögen. Aber trotzdem möchte ich euch zeigen, was wir tun, um das zu unterstützen.


Alles anbieten:

Leon isst seit er gut 10 Monate alt ist so gut wie alles vom Familientisch mit. Seit seinem 1. Geburtstag habe ich gänzlich aufgehört, ihm weniger gewürzte oder anders gekochte Sachen zu geben. Er isst das, was wir essen. Aber das ist nicht alles: Er darf auch das essen, was wir nicht essen. Ich mag zum Beispiel keinen Fisch. Nichtsdestotrotz habe ich ich Leon das von Anfang an angeboten. Er soll die volle Bandbreite von Essen kennenlernen und dann selber entscheiden, was er essen möchte. Und siehe da: Er liebt Fisch. 

 

Akzeptieren, wenn etwas nicht gegessen wird:

Bei Leon ist das so eine Sache: Heute isst er 5 Mandarinen, morgen spuckt er das erste Stück aus. Gestern noch hat er einen ganzen Hähnchenschenkel alleine gegessen, heute guckt er sein Geflügel nicht nicht mal von der Seite an. Aber das ist in Ordnung. Auch wir haben nicht immer Appetit auf bestimmte Lebensmittel, nur kann Leon noch nicht artikulieren, was er heute gerne essen möchte und worauf er überhaupt keine Lust hat. Deshalb akzeptiere ich, wenn er etwas liegen lässt. Dann isst er heute halt mal nur trockene Nudeln. Morgen gibt es dann was anderes.

Nicht aufgeben:

Auch, wenn Leon schon zwei Mal die Banane im Kindergarten nicht gegessen hat und sie wieder mit nach Hause gebracht hat, ist das für mich kein Grund, ihm keine mehr mitzugeben. Wir machen einfach mal eine oder zwei Wochen Bananen-Pause und dann gibt es mal wieder eine. Und siehe da: Er isst sie gierig und verlangt nach mehr. Auch hier baue ich wieder auf die Tagesform. Vielleicht hatte er beim letzten Mal einfach keine Lust drauf. Außerdem ändert sich der Geschmack. Man sagt, ein Mensch muss ein Lebensmittel bis zu 10 Mal gegessen haben, um den Geschmack wiederzukennen und entsprechend beurteilen zu können. Also biete ich immer wieder an. Und wenn er es beim 10. Mal immer noch nicht isst, dann mag er es vielleicht wirklich nicht.

Zeit beim Essen lassen:

Leon braucht beim Essen generell schon doppelt so lange wie wir. Aber er hat auch eine bestimmte Vorgehensweise beim Essen. Er isst eigentlich immer zuerst das, was er gut kennt und gerne mag. Wenn er alles davon aufgegessen hat, verlangt er nach mehr davon. Wenn er das aber nicht sofort kriegt, dann schaut er sich das, was auf seinem Teller ist, nochmal genauer an und nicht selten landet es im Magen. Nach den trockenen Nudeln, isst er dann doch noch Zucchini oder Paprika. Wichtig ist eben, ihm die Zeit zu geben und nicht direkt davon auszugehen, dass er das Gemüse nicht mag, nur weil er zuerst die Nudeln isst und das Essen für beendet zu erklären.


Ich denke, dass diese Verhaltensweisen dazu beitragen, dass Leon offen ist für fast alle Lebensmittel.
Wie handhabt ihr das? Sind eure Kind sehr wählerisch beim Essen?

Habt's fein und bis bald!

1 Kommentar:

  1. Ich finde das total gut und wichtig, dass alles angeboten wird. Viele Menschen sagen nämlich nur, dass sie etwas nicht mögen, weil sie es nicht kennen ohne es wirklich einmal probiert zu haben!

    Liebe Grüße,
    HOLYKATTA

    AntwortenLöschen