Donnerstag, 15. Dezember 2016

Taufe Leon

 

An Leons Taufe im September 2015 erinnere ich mich wahnsinnig gerne. Es war ein perfekter Tag, der uns sehr viel bedeutet hat.


Für mich war von Anfang an klar, das Leon getauft wird. Wir sind katholisch und diesen Glauben möchte ich auch an mein Kind weitergeben. Wenn er einmal erwachsen ist, kann er sich überlegen, ob er sich mit der Kirche und dem Glauben identifizieren kann und möchte, aber ich bis dahin möchte ich, dass er ein Teile der Kirchengemeinde ist.

Ich wollte, dass an Leons Taufe die ganze Familie da ist. Ich habe eine sehr gute Beziehung zu meiner Familie und für mich war klar, dass ich alle dabei haben möchte. Das bedeutete aber, dass wir über 30 Leute sein würden. Entsprechend groß würde die Feier. Um das etwas auszugleichen, wollten wir so viel wie möglich selber machen. Mein Kreativgeist war angesprochen.


Schon Wochen vorher begann ich zu basteln, den Gottesdienst zu planen, Kirchenhefte zu drucken und Aufgaben zu verteilen. Ich mache gerne alles selbst, dann bin ich auch sicher, dass es funktioniert. Gott sei dank ließ mich der Diakon, der Leon taufen sollte auch machen und fand alle meine Ideen gut und versuchte sie mit uns zusammen umzusetzen.




Einen tag vor der Taufe bauten wir Pavillons im Garten meiner Schwiegereltern auf, wir liehen uns einen großen Grill von meiner Tante. Leons Taufpatinnen, meine Cousinen, kamen vorbei zum backen und kochen. Später kam der Getränkelieferant und brachte Tische und Bänke, Bier, Softgetränke und Grillwürstchen. Auch meine Eltern halfen beim Dekorieren und Aufbauen.

Am nächsten Mittag trafen wir uns alle an der Kirche, in der schon mein Mann zur Kommunion gegangen und auch Leons Schwester getauft wurde. Leon schlief selig im Tragetuch, ein Glück bei unserem kleinen Schreihals. Der Gottesdienst verlief wunderbar. Der Diakon hielt ganz tolle, passende reden und Leon dürfte sogar während der eigentlichen Taufe im Tuch bleiben, das Taufkleid legten wir ihm über. Auch Leons Schwester wurde eingebunden, dürfte eine Kerze halten und helfen. Das bedeutete uns sehr viel.

   




Nach der Kirche gingen wir alle zu meinen Schwiegereltern. Ich hatte schon in den Einladungen darum gebeten, dass alle etwas fürs Salatbuffet oder den Nachtisch mitbringen. So hatte ich weniger Arbeit und wir hatten eine riesige Auswahl an Leckereien.



Wir saßen gemütlich zusammen. Leon verbrachte fast den kompletten Tag bei mir im Tragetuch, so war er überall dabei, aber trotzdem geschützt bei Mama. So viele Menschen waren ihm nämlich ziemlich suspekt. Leon bekam so viele Geschenke und vor allem, war alles sinnvoll, durchdacht und passend.

 

Als wir am späten Abend erschöpft ins Bett fielen, konnte ich nichts finden, für das ich an dem Tag nicht dankbar war. Was für ein toller Tag.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr eure Kinder taufen lassen? Habt ihr es groß gefeiert?

Habt's fein und bis bald!

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