Freitag, 9. Dezember 2016

Unsere Hochzeit Teil 1: Die Vorbereitungen

In meinen Träumen war meine Hochzeit der schönste Tag meines Lebens. War er das? Nein. Aber das heißt nicht, dass ich nicht jede Sekunde genossen habe.

Wer meinen Post über unsere Verlobung gelesen hat (Link), weiß, dass ich schon Jahre vor unserer Hochzeit einen Ordner im Schrank hatte, in den alles genau geplant war. Location, Gästeliste, Kleid, Catering, Musiklisten... Ja, ich hatte wirklich lange von meiner perfekten Hochzeit geträumt. Entsprechend unspektakulär waren die Vorbereitungen. Erzählen möchte ich hier über den Tag vor der Hochzeit und die Zeit bis zur Trauung.




Einen Tag vor der kirchlichen Hochzeit haben wir standesamtlich geheiratet. Ganz unspektakulär mit Eltern, Großeltern und Trauzeugen. Das Kleid hatte ich schon ein paar Jahre im Schrank hängen. Das Outfit hatte ich exakt so ein paar Jahre vorher schon mal auf einem Event an. Nach der standesamtlichen Trauung und einem gemeinsamen Essen fuhren wir gemeinsam mit meiner Trauzeugin zu uns nach Hause, um die Hochzeitstorte zu backen. Danach ging es für mich, meine Trauzeugin und die Tochter meines Verlobten (offiziell schon Ehemann) ins Hotel, in dem gefeiert wurden. Die Dekoration hatte ich komplett selbst gemacht und wir wollten alles selber aufstellen, sehen, ob die Blumrnlieferung klappt usw. Später kam auch mein Mann dazu und wir aßen noch gemeinsam mit Freunden meines Mannes, die aus dem Schwarzwald angereist waren zu Abend bevor ich mit meiner Trauzeugin und der Tochter meines Mannes im Hotel schlief und mein Mann nach Hause fuhr. 

Am nächsten Morgen gingen wir drei ganz früh frühstücken und fuhren dann zum Bahnhof. Dort trafen wir unsere Fotografin (meine absolut talentierte Cousine) und wollten mit dem Zug zum Kölner Hauptbahnhof fahren. Direkt dort war mein Friseur und es war einfacher als mit dem Auto. Gesagt getan. Wir bekamen also die Haare gemacht und oooh Mann. Leute, wie weh kann es eigentlich tun, Haarnadeln in den Kopf gerammt zu kriegen. Und wieviele Tonnen Haarspray passen eigentlich auf so einen Kopf. 



Naja egal, wer schön sein will, muss leiden und so. So sahen unsere Frisuren übrigens nachher aus. 

 

Dann wollten wir zurück fahren, aber nix ging. In Köln war irgendeine riesige Demonstration und nix ging mehr. Ich verfiel in Panik. Ich sah meine ach so perfekt geplante Hochzeit schon ohne mich stattfinden, aber durch einen notfallmäßigen Marathon quer durch den Bahnhof erwischten wir irgendwie den einzigen Zug zurück. 

 

Als wir im Hotel ankamen, wurde ich dann doch langsam nervös. Mittagessen war für mich nicht mehr möglich. Wir gingen also zurück aufs Zimmer, um unser Make-Up vorzubereiten. Ich hätte lange überlegt, ob ich es von einem Profi machen lasse, aber meiner bisherigen Erfahrungen nach, würde es dann nie exakt so, wie ich es wollte. Also habe ich mich selbst geschminkt und bin bis heute total glücklich mit der Entscheidung. 

 

Dann war es auch schon soweit. Gegen 13:30 Uhr stieg ich in mein Kleid, zog meine Schuhe an und kurz darauf stieg ich in den Aufzug, um in die Lobby zu fahren, wo mein Vater schon am Brautauto warten wollte. Meiner Trauzeugin fuhr einen Aufzug vor mir runter. In meinem Aufzug traf ich dann erstmal meine Tante mit ihrem Mann. Klappte ja gut, dass mich alle erst in der Kirche sahen. 
Als wir im Erdgeschoss ankamen, öffneten sich die Türen und vor mir stand...meine Trauzeugin und brüllte: "Zurück! Rein da! Fahr wieder hoch!! Dein Mann steht direkt da vorne!"
Oh Mann, also zurück hoch. Mein Mann war mit seinem Trauzeugen und einem Kumpel noch kurz in die Hotelbar gegangen, um sich einen Schnaps gegen die Aufregung zu genehmigen. Ich wartete also nochmal 10 Minuten und versuchte es dann erneut. Mein Papa wartete vor dem Hotel. Es war ein so ergreifender Moment, so emotional, so persönlich. 

 


Und wie es weitergeht, erzähle ich euch ganz bald in einem weiteren Blogpost. 

Habt's fein und bis bald!


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