Donnerstag, 19. Januar 2017

Blogparade: Mein schönster Moment mit Kind

Mein Sohn ist 1,5 Jahre alt und gefühlt gibt es 100 Momente in seinem bisherigen Leben, die mir wohl für immer in Erinnerung bleiben. Aber welcher davon der schönste war, finde ich wahnsinnig schwer zu sagen. 

Auf mamasdaily wurde wieder zu einer Blogparade aufgerufen und wieder spricht sie mich total an, sodass ich mich wirklich aufs Schreiben gefreut habe. Welcher war der schönste Moment mit meinem Sohn?

War es die Geburt, das erste Lächeln, das erste Mal "Mama"? Das waren alles großartige Momente für mich, aber der schönste war ein anderer:

Leon lernt laufen


Der schönste Moment mit meinem Kind waren für mich seine ersten Schritte. Um das zu verstehen, muss ich ein bisschen ausholen und die Vorgeschichte erzählen:

Leon war ein Schreikind. Die ersten 4 Monate seines Lebens hat er fast ausschließlich geweint und geschrien. Als es besser wurde, bemerkten wir, dass die Ursache wohl darin lag, dass er sich nicht anders artikulieren und vor allem nicht so bewegen konnte, wie er gerne wollte. Er wurde deutlich ruhiger, als er selbstständig sitzen, krabbeln und sich hochziehen konnte. Entsprechend war meine Hoffnung, dass er, wenn er den letzten Schritt der Fortbewegung, das Laufen lernt, endlich ruhig und zufrieden wird. 

Keiner glaubte dran


Leon konnte sehr früh, schon mit 5 Monaten sitzen und krabbeln. Ungefähr 2 Monate später zog er sich zum ersten Mal selber hoch in den Stand. Trotzdem prophezeiten mir alle, dass es durchaus noch lange dauern könnte, bis Leon laufen lernt. Ich war anderer Meinung. Ich sah, wie mein Sohn kämpfte und übte. Er gab sich so viel Mühe um, im wahrsten Sinne des Wortes, den nächsten Schritt in Sachen Fortbewebung zu gehen. Und ich sollte recht behalten. Mit 9 Monaten machte Leon seine ersten Schritten. Er zog sich am Griff vom Backofen hoch und tapste zwei Schritte auf mich zu. Ich konnte es sogar Filmen. Ich war so stolz. Zum einen auf meinen Sohn, der nicht aufgegeben hatte bis er endlich laufen konnte, aber auch auf mich, denn ich hatte recht behalten. Ich kannte meinen Sohn am besten. Ich wusste, dass er früh laufen würde.



Wehmütig oder Glücklich?


Viele sind wehmütig, wenn ihre Kinder selbstständig werden, wenn sie Dinge lernen, die bedeuten, dass sie Mama und Papa weniger brauchen, so wie laufen, Fahrrad fahren oder Lesen. Ich sehe das anders. Es geht im Leben nicht darum, die Kinder so lange wie möglich an uns zu binden. Viel eher sollen wir unsere Kinder auf dem Weg zur Eigenständigkeit so lange wie nötig und so wenig wie möglich begleiten und unterstützen. 

Der schönste Moment mit Kind


Genau deshalb sind Leons erste Schritte für mich der schönste Moment, den ich bisher mit meinem Sohn erleben dürfte. Er war ein Schritt in Richtung Eigenständigkeit, Zufriedenheit und Familienglück, über den ich ewig dankbar und stolz sein werde.

Kommentare:

  1. Ein sehr schön geschriebener Beitrag, ich habe einen ähnlichen auf meinem Blog. Ich kann mich nie entscheiden welcher der schönste ist.

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  2. Liebe Julia,
    danke für deine Teilnahme, das freut mich sehr!
    Ein toller Moment, den du mit uns teilst, ein Moment in Richtung
    Selbstständigkeit und das abnabeln voneinander.��

    Liebe Grüße

    Yvi

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