Dienstag, 24. Januar 2017

Wie ein Blogartikel entsteht

Als ich mit meinem Blog gestartet bin, dachte ich, so einen Blogartikel schüttelt man mal eben aus dem Ärmel. Schnell musste ich lernen, dass dem nicht so ist. Bloggen macht zwar wahnsinnig viel Spaß, aber es ist auch Arbeit. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich mehrere Stunden, über Tage verteilt, an einem Artikel arbeite. Heute zeige ich euch mal im Detail, wie ein Bloartikel bei Kleines Mädchen - Große Welt entsteht.



Idee

Inspirationen für Blogartikel kommen mir überall. Am Anfang habe ich versucht, mir das einfach zu merken, aber da kommt man schnell an seine Grenzen. Wenn ich sie mir auf Zettel schreibe, gehen sie auch irgendwie andauernd verloren. Deshalb habe ich mir angewöhnt mir sie direkt als Entwurf abzuspeichern. Dazu nutze ich die App Blogtouch Pro, wenn ich nicht gerade in der Nähe vom Laptop bin. Dort bleibt die Idee dann erstmal, bis ich sie entweder ausarbeite oder wieder lösche, aber auf jeden fall geht sie nicht verloren.

Grober Text

Ich arbeite normalerweise an mehreren Blogartikeln gleichzeitig. Ich denke, bei der Ausarbeitung von Blogposts hat jeder ein anderes Vorgehen. Einige beginnen einen neuen Artikel erst, wenn der vorherige komplett abgeschlossen ist, ich mache das anders. Manchmal schreibe ich den groben Text zu einem Artikel auf dem Handy in meiner App Blogtouch Pro, meist sitze ich am Laptop und bearbeite die Artikel, die gerade akut sind oder zu denen mir eben gerade etwas einfällt. Abends arbeite ich gerne auf der Couch, wenn mein Mann fernsieht. Dabei überlege ich mich immer eine Gliederung für den Text und arbeite die einzelnen Abschnitte dann ab. Hier hilft es schon, wenn man sich noch an Schule und Uni erinnert und daran, wie ein lesenswerter Text aufgebaut ist.




Fotos

Wenn ich weiß, worum genau es in meinem Text geht, kümmern ich mich um die Fotos. Ich mag es nicht, wenn man von Text erschlagen wird. Da hat man schon gleich keine Lust mehr aufs Lesen. Deshalb kommt es bei mir nur wirklich selten vor, dass ein Blogartikel ohne Fotos online geht.
Bei den Fotos gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sie sind schon da oder ich muss noch neue Bilder machen. Wenn die Bilder schon da sind, zum Beispiel wenn ich von einem Urlaub oder Ausflug berichte, dann ist es relativ einfach. Bilder sichten, die passenden raussuchen, gegebenenfalls bearbeiten und dann im Text platzieren. Wenn ich noch neue Bilder machen muss, dauert es schon etwas länger. Mietsens arbeite ich mit meiner Nikon D5100. Die Kamera liegt in der Wohnung immer bereit, sodass ich auch spontan immer etwas fotografieren kann. Dann werden die entsprechenden Gegenstände rausgesucht, vor einem passenden Hintergrund drapiert, verschiedene Bilder aus unterschiedlichen Positionen, mit anderem Fokus und Licht gemacht und erst danach geht es am Laptop ans Sichten, Bearbeiten und Einfügen. Der Vorteil, wenn man Bilder neu machen muss: Sie sind oft qualitativ hochwertiger. Schnappschüsse aus dem Urlaub sind eben nicht so durchdacht.



Feinschliff

Nun geht es ans Ausarbeiten des Blogartikels. Die Fotos kommen an die passende Stelle im Text, Schriftart und -größe aussuchen, Überschriften setzen und formatieren. Außerdem Jump Break, Labels und Link festlegen. Auch die Rechtschreibung, Grammatik und der Lesefluss werden nochmal überprüft. Dann ist der Feinschliff durch und der Artikel wird als Offline-Post auf dem Handy abgespeichert oder direkt für den entsprechenden Tag geplant, sodass er dann von allein online geht. So habe ich einen Überblick, welche Artikel noch bearbeitet werden müssen und welche schon bereit sind zum veröffentlichen.

Veröffentlichung




Momentan veröffentliche ich täglich einen Blogartikel. Wie lange ich das Ideen- und zeitmäßig durchhalte, weiß ich noch nicht. Ich plane in einem Extra-Kalender, wann ich welche Blogartikel veröffentlichen möchte. Ich versuche Abwechslung zu schaffen zwischen verschiedenen Themen, sodass nicht 3 Tage hintereinander ein Rezept kommt oder wochenlang kein Artikel zum Thema "Kind". Momentan habe ich Artikel für die nächsten 3-4 Wochen im Kalender geplant. Da wird natürlich oft noch geschoben, getauscht und geändert. Aber so habe ich einen Überblick und bin sicher, dass ich nicht in Verzug gerate. Ich versuche, meine Artikel immer morgens zu veröffentlichen, denn viele (auch ich) lesen so etwas gerne in der Mittagspause oder dann nach Feierabend. So kann ich sicher sein, dass auch ein neuer Artikel zum Lesen online ist.

Werbung

Nicht zu vernachlässigen ist gerade nur relativ neue Blogs wie meinen die Werbung. Wenn ich niemandem von meinen Blogartikeln erzähle, guckt sie sich auch keiner an. Deshalb teile ich immer zumindest auf meiner Instagram Seite mit, dass ein neuer Artikel online ist, worum es geht und warum der lesenswert ist. Dafür entwerfe ich meist noch ein passendes Teaser-Bild. Außerdem teile ich den Artikel in einer Facebook Blogging-Gruppe. Ich bin Mitglied in knapp 10 Gruppen und teile den aktuellen Artikel immer in einer oder zwei von denen. Warum nicht direkt in allen? Weil es mich selbst nervt, wenn ich 5 mal in meinem Feed den gleichen Post finde. Auch auf Pinterest geht dann meist noch ein Teaser online.

Ihr seht, hinter so einem Blogartikel steckt einige Arbeit. Sicherlich schreibe ich auch mal einen Artikel in 15 Minuten. Vor allem, wenn es ganz aktuell ist und mir wichtig ist, ihn ganz zeitnah zu veröffentlichen. Aber ansonsten bin ich es meiner Meinung nach den Lesern auch schuldig, mir Mühe beim Schreiben zu geben, damit der text auch lesenswert ist.

Und nun, habt's fein und bis bald!

Kommentare:

  1. Ich finde es toll, dass du dir die Mühe gemacht hast, das Bloggen aus dieser Sicht darzustellen. Viele Menschen wissen nämlich nicht, wie viel Zeit in einem Beitrag stecken kann.
    Liebe Grüße
    Yvonne

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    1. Schön, dass du das genauso siehst wie ich :)

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  2. Ich kann das alles nachvollziehen, Blogartikel benötigen jede Menge Arbeit. Schön, dass du dir die Arbeit (da ist sie wieder!) gemacht hast und deinen Artikel-Entstehungsprozess mit deinen Lesern teilst.

    Viele Grüße aus Oldenburg :)
    Michelle

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    1. Schön, dass du das genauso siehst, aber Bloggern erzähle ich damit ja sowieso nichts neues

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