Samstag, 11. Februar 2017

Ist das Kunst oder kann das weg? - Vom Umgang mit Kinderkunstwerken

Die Eltern unter euch werden es kennen: Jeden Tag kommt das Kind mit neuen, selbstgestalteten Bildern aus dem Kindergarten oder tobt sich zuhause mit Stiften und Bastelmaterial aus. Ist man bei den ersten Werken noch wahnsinnig stolz und hängt sie selbstverständlich an die Wand, sieht das bei Bild 15893 schon anders aus. Vor allem weil das vermeintliche Kunstwerk gerne aus nur einem einzelnen Strich auf weißem Papier besteht. Möglicherweise kann man irgendwo mit dieser minimalistischen Kunst Geld verdienen, hier nicht.




Was also machen wir mit diesen drölf Millionen Kinderkunstwerken. Wegwerfen und dabei den möglichen Unmut des Kindes in Kauf nehmen? Die gesamte Tapete mit Kinderkunstwerken tapezieren? Ich sage euch wie wir das handhaben:


Leon ist natürlich noch klein. Mit seinen anderthalb Jahren malt er noch nichts erkennbares. Trotzdem möchte ich nicht alles wegwerfen, aber auch nicht alles behalten. Also kommen Bilder, mit denen er sich besonders viel Mühe gegeben hat oder die anderweitig besonders sind, z.B. weil er es im Kindergarten zu einem bestimmten Anlass gestaltet hat in einen Rahmen. Wir haben dazu einen tollen Rahmen geschenkt bekommen, den man vorne einfach aufklappen kann und das neue Bild eindrückt. Es passen bis zu 50 Bilder hinein, d.h. es fungiert auch direkt als Sammelstelle. Dann einfach wieder zuklappen und schon hängt ohne viel Aufwand ein neues Bild vom Kind an der Wand.


Wenn Leon älter ist, darf er mitentscheiden, welche Bilder den Weg in den Rahmen finden. Durch die einfache Handhabung kann man ja durchaus alle paar Tage das Bild wechseln (Das ist übrigens kein gesponserter Beitrag, ich bin einfach nur begeistert von diesem Rahmen).


Restliche Bilder werden in 2 Lager geteilt. Behalten und Wegwerfen. Da muss man dann auch mal rigoros sein. Auch hier ist das für mich noch einfach, weil Leon noch keinen Einspruch einlegt. Die Bilder, die behalten werden kommen in eine Sammelmappe bzw. in einen Karton im Keller. Da kann man dann erstmal sammeln und später immer noch aussortieren. Auch das ist eine Möglichkeit, um die mühevoll (oder auch weniger mühevoll) gemalten Bilder der Kinder unterzubringen, ohne dem Kind gegenüber undankbar oder zu wenig wertschätzend zu erscheinen.

Was sagt ihr, wie handhabt ihr die Massen an Selbstgemaltem und Selbstgebasteltem?

Habt's fein und bis bald!

Kommentare:

  1. Wir haben auch eine Mappe und eine Kiste. Aber ich möchte dann in Zukunft Bilder einscannen und auf einem Sticker abspeichern. Und später vielleicht mal ein Buch draus machen. Aber einen Rahmen mit dem "schönsten" möchte ich auch noch machen. Der Rahmen von euch ist auch echt toll. Verrätst du mir wie er heißt, bitte.

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    1. Der Rahmen heißt Lil DaVinci. Auf die Idee mit dem Einscannen bin ich noch gar nicht gekommen. Das ist super!

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