Samstag, 25. Februar 2017

Warum ich meinem Kind die Welt zeigen will

Mein Traum ist es, das mein Kind soviel wie möglich von der Welt sieht. Reisen sind bereichernd und wirken sich positiv auf den Charakter aus. Heute erzähle ich euch, warum ich das so sehe:



Verschiedenheit ist Reichtum

Verschiedenheit ist ein riesiges Thema in der heutigen Zeit, obwohl es eigentlich längst normal sein sollte. In den Kindergärten, Schulen, Universitäten, in der Freizeit und im Job, überall treffen Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichster Herkunft aufeinander. Das ist wahnsinnig bereichernd, denn jede Kultur, jedes Land hat eine andere Sicht auf die Welt, jeder legt Wert auch andere Aspekte des (Zusammen)Lebens. Je mehr wir davon kennenlernen, desto eher können wir unseren eigenen Horizont erweitern. Und auch in den kleinen Dinge bereichert uns die Verschiedenheit. Das Essen aus Italien, aus den arabischen Ländern oder aus Skandinavien schmeckt wahnsinnig gut, ich würde nicht darauf verzichten wollen. Die Filme aus den USA sind Blockbuster. Ihr versteht, was ich meine, oder?


Multikulturalität wird normal

Das habe ich euch im vorherigen Abschnitt schon erklärt. Allein in meiner Klasse in der Grundschule treffen 7 verschiedene Ländern aufeinander: Syrien, Deutschland, Italien, Großbritannien, Kamerun, Rumänien, Afghanistan. In anderen Schulen ist es noch deutlich mehr. Die Tendenz ist steigend. Deshalb ist es einfach wichtig, dass man sich gegenseitig kennenlernt, nur so kann man Verständnis füreinander aufbringen, wenn sich Ansichten oder Verhaltensweisen mal unterscheiden. Das Reisen hilft, diese anderen Länder kennenzulernen. Dabei geht es mir gar nicht darum, dass mein Kind nach Syrien oder Afghanistan reisen soll. Es hat gute Gründe, dass die Menschen von dort weg und zu uns kommen. Aber auch das Kennenlernen anderer Länder hilft, Offenheit und Verständnis für Verschiedenheit der Kulturen aufzubauen.

Kulturgüter lassen einen selbst klein wirken

Wenn ich vor einen riesigen Wasserfall stehe, wenn der Big Ben in London vor mir in den Himmel ragt und seine Töne spielt, dann merke ich, wie klein ich bin. Dann bekomme ich eine neue Sichtweise. Ich sehe eher das große Ganze. Ich beginne, mich selbst nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen. Das Kolosseum in Rom ist viele tausend Jahre alt. Ich selbst habe nur einen Bruchteil dieser Zeit miterlebt. Nein, ich selbst bin nicht wichtiger, besser oder größer als andere. Ich überdenke, ob meine Probleme wirklich so dramatisch sind. Es hilft mir, mehr auf meine Umwelt und meine Mitmenschen zu achten, statt immer nur mich im Mittelpunkt zu sehen.


Weltwissen greifbar machen

Natürlich kann mein Kind im Englischunterricht der Schule etwas über London lernen, aber richtig begreifbar wird das doch erst, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Es ist wie alles, was ich lerne. Je begreifbarer es wird, je größer der Lebensweltbezug für das Kind ist, desto größer ist der Wissenszuwachs. Wenn ich durch das Reisen meinen Teil dazu beitragen kann, dass mein Kind Weltwissen erhält, warum soll ich es dann nicht tun?


Wir sind nicht der Typ Familie, der jedes Jahr die großen Reisen, auf andere Kontinente, in die hintersten Ecken der Welt macht. Aber das, was in unserem Rahmen möglich ist, möchte ich meinem Kind bieten. Leon z.B. war mit seinen gut 1,5 Jahren schon in Belgien, Italien, Holland, an verschiedensten Orten in Deutschland. Denn natürlich gehört es auch dazu, die eigene Heimat zu kennen. Nur so kann ich das Andere, die Andersartigkeit zu schätzen wissen. Das ist doch schon was, oder? Und es kommen hoffentlich noch viele, viele Orte dazu.

1 Kommentar:

  1. Diesem Artikel kann ich uneingeschränkt zustimmen!

    "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. Alexander Freiherr von Humboldt" . Ist schon ein paar Jahre her, aber aktueller denn je.

    Grüße
    OLiver

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