Montag, 6. Februar 2017

Wie ich vom Chaoten zum Ordnungsfanatiker wurde + Verlosung

Eine meiner Freundinnen war immer ein bisschen verwundert, dass es bei uns immer so aufgeräumt war, wenn sie zu Besuch kam. Einer mal sie unangemeldet, sicher, dass es diesmal unordentlicher war. War es aber nicht. Denn in mir haust inzwischen ein kleiner Ordnungsfanatiker. Das war nicht immer so. Und wenn ich ganz ehrlich bin, so richtig, ganz tief in meinem Inneren, ist es immer noch nicht so. Heute erzähle ich euch mal genau, wie das so kam und am Ende des Artikel könnt ihr noch ein tolles Spiel gewinnen, das mir freundlicherweise zur Verlosung zur Verfügung gestellt wurde und das einfach perfekt zu diesem Thema passt. 






Als Kind und Jugendliche war ich chaotisch. Ich meine wirklich chaotisch. Die Farbe meines Fußbodens kannte ich nur aus tiefsten Erinnerungen, denn normalerweise war er komplett bedeckt von Kleidung, Schulsachen und ähnlichem. Es gab gerade so einen Weg vom Bett zum Schreibtisch und zur Türe zwischen dem Chaos hindurch. Mein Kleiderschrank war ein großer Haufen Klamotten hinter Schranktüren, mehr nicht. Meine Mutter ließ mich. Sie hatte sich angewöhnt, einfach meine Zimmertüre zu schließen, wenn Besuch kam. Alle 1-2 Wochen überkam es mich von alleine, ich räumte alles auf und putze. Mein Zimmer blieb dann ca. 2 Stunden ordentlich, danach sah es wieder wie vorher aus.

Man darf hier unordentlich aber keinesfalls mit dreckig verwechseln. In meinem Zimmer standen nie leere Teller, Getränkedosen oder Müll rum. Es gab keine Wollmäuse und keinen Dreck auf dem Boden. Sobald es mir zu staubig oder dreckig wurde, wurde eben alles weggeräumt und geputzt. Chaotisch war es oft, aber nie schmutzig. Versteht ihr den Unterschied?

Dann lernte ich mit 18 meinen jetzigen Ehemann kennen. Er war das genaue Gegenteil von mir. Kein Staubkorn, alles wurde sofort weggeräumt, die Unterhosen gebügelt und gefaltet im Schrank. Als wir zusammenzogen, prallten zwei Welten aufeinander. Es war gut, dass wir eine Fernbeziehung führten, so konnte ich unter der Woche mein Chaoten-Leben führen und mich am Wochenende an die Ordnung meines Mannes halten. Das funktionierte ganz gut, obwohl ihm trotzdem immer zu viel rumstand, was immer wieder (und bis heute) zu kleineren Auseinandersetzungen führte.


Seit unsere Fernbeziehung vorbei ist, ist auch mein Chaoten-Dasein vorbei. Ich möchte, dass sich in unserem Haushalt alle wohlfühlen und während mein Mann mit Chaos nicht zurecht kommt, fühle ich mich auch bei Ordnung wohl. Deshalb wird nun aufgeräumt. Die Betten werden morgens nach dem Aufstehen direkt gemacht, der Wäscheständer steht nie länger als notwendig rum und alles, was gerade nicht gebraucht wird, wird fein säuberlich in Schränken verstaut. Und man gewöhnt sich daran, solche Dinge zu tun. Es wird selbstverständlich. Man übernimmt dieses Verhalten, es wird einem zu eigen.

Aber nicht komplett. Ich ertappe mich selbst, wenn ich alleine zuhause bin, dass etwas auch mal eine halbe Stunde (oder 2 Stunden) liegenbleibt, aber es wird früh genug weggeräumt, bevor der Rest der Familie nach Hause kommt. Was sich auch nicht geändert hat: Ich brauche das Chaos zum Arbeiten. Mein Schreibtisch sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, wenn ich lerne oder an einem Blogartikel arbeite. Wenn es zu steril aussieht, arbeite ich weniger effektiv. Nach der Arbeit wird dann aber eben wieder aufgeräumt. Und noch eine Sache darf chaotisch sein: Der Ort, an dem unser Sohn spielt. Leon darf beim Spielen sein Spielzeug im ganzen Wohnzimmer verteilen. Er spielt dann viel intensiver, sucht sich öfters selbst etwas zum Spielen aus, weil es ihm eben einfach in den Blick fällt. Abends vor dem Schlafengehen räumen wir dann alles zusammen auf. Das ist eines unserer täglichen Rituale.

 

Auch heute noch geraten mein Mann und ich durchaus immer mal wieder aneinander, wenn es um das Thema Ordnung geht. Was mir ordentlich genug ist, gleicht für ihn dem puren Chaos, er sieht es als meine Aufgabe, Chaos zu beseitigen, auch wenn er es (mit) verursacht hat. Aber er hilft auch an anderer Stelle viel, denn er ,der Ordnungsfreak, kann Unordnung eben nicht so lassen. Ich denke das sind die ganz normalen Alltagsauseinandersetzungen und es gibt deutlich schlimmeres.
Wichtig ist doch, dass wir alle uns Mühe geben für ein friedliches Miteinander, in dem alle zufrieden sind. 

Und wenn ich dafür ein bisschen mehr Ordnungsfanatiker sein muss, als es in meiner Natur liegt, dann ist das eben so.


Verlosung:


Seid ihr auch Ordnungsfanatiker oder amüsiert ihr euch viel eher über solche, die es mit der Ordnung ganz besonders genau nehmen? Völlig egal, hier habe ich das absolut richtige für euch. Das Memory-Spiel "Die Kunst, aufzuräumen" verbindet Chaos und Ordnung in Perfektion.



Es ist nicht nur ein Familienspiel der Extraklasse, sondern hat auch schon einige Preise gewonnen. Es ist ausgezeichnet mit dem German Design Award Special Mention 2017 sowie dem Nonbook Award Award auf der Frankfurter Buchmesse und dem FORM-Produktpreis vom Bundesverband für Kunsthandwerk. Habt ihr Lust so ein Spiel zu gewinnen?

Das müsst ihr tun:

  • Schreibt mir unter diesen Artikel einen Kommentar, dass ihr gewinnen wollt und ob ihr eher Team Ordnungsfanatiker oder Team Chaos seid
  • Gebt eure E-Mail Adresse an, damit ich euch benachrichtigen kann, falls ihr gewonnen habt
  • Das Gewinnspiel läuft bis zum 14.02.2017, 19:00 Uhr, danach wird der Gewinner von mir per Mail benachrichtigt und bekommt, sobald ich die Adresse habe, das Paket dann von mir zugeschickt
  • Das Spiel wurde mir freundlicherweise von metermorphosen zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Ich würde gerne gewinnen. :)
    Wir sind irgendwo dazwischen, aber eher Team Chaos

    LG Martina

    martina189@freenet.de

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  2. ganz klar Team Chaos, ich wäre zwar lieber im anderen Team, aber bei 3 Kindern habe ich mich damit abgefunden erstmal!!
    LG Biggy

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