Mittwoch, 22. Februar 2017

Wie Kinder abends zur Ruhe kommen

Wenn Leon manchmal abends nicht gut einschlafen kann, wenn er noch 20 Mal ruft, sein Kuscheliger aus dem Bett wirft und sich hin und her wälzt, weil der Schlaf einfach nicht kommen will, dann suche ich nach der Ursache. Und meistens liegt sie in der Unruhe des vorangegangenen Tages.

Damit Kinder abends in Ruhe einschlafen können, benötigen sie Ruhe und Rituale, die ihnen anzeigen, dass es nun an der Zeit ist, abzuschalten. Ich habe euch mal zusammengetragen, was uns dabei hilft, diese Ruhe zu erreichen. Das sind natürlich keine allgemeingültigen Tipps. Jede Familie und jedes Kind ist anders, aber uns helfen sie.


Gemeinsam Essen

Unser gemeinsames Familienessen findet abends statt, da das die einzige Zeit des Tages ist, zu der wir alle zuhause sind. Das Beisammensein in der Familie, das gemütliche Essen, die Gespräche über den Tag sind unser erster Schritt zur Abendroutine. Das Rekapitulieren des Tages hilft, mit dem Erlebten abzuschließen und es bereits zu verarbeiten, sodass das Kind dann später im Bett ganz in Ruhe einschlafen kann, ohne dass es die Geschehnisse des Tages noch zu sehr beschäftigen.

Rituale

Natürlich gehört auch das gerade erwähnte gemeinsame Essen zu den abendlichen Ritualen, aber da gibt es noch viele mehr. Sei es das Umziehen und Wickeln, das Zähneputzen oder der Gute-Nacht-Kuss, der nie ausfallen darf. Das Ganze findet jeden Abend in einer mehr oder weniger festen Reihenfolge statt und das Kind kennt das. Das gibt ihm Sicherheit, was wiederum die zum Schlafen benötigte Ruhe fördert. Das Kind kann sich mental schon einmal darauf vorbereiten, dass es bald ins Bett geht und dass alles so ist, wie es sein soll, wenn der Ablauf der gleiche ist, wie jeden Abend.

Kuscheln

Für viele Familien gehört das zum abendlichen Ablauf dazu. Bei uns ist das eher weniger der Fall. Leon ist ein Wirbelwind und hält nichts davon, lange an einer Stelle zu sitzen. Auch nicht zum Kuscheln mit Mama oder Papa. Aber wenn ich ihn dann ins Bett bringe, bleiben wir vor seinem Kettchen nochmal kurz stehen und er legt seinen Kopf auf meine Schulter. So kuscheln wir dann noch kurz. Kurz meint hier tatsächlich maximal 30 Sekunden. Irgendwann reicht es Leon und er zeigt auf sein Bett. Dann lege ich ihn auch rein. Mir ist es wichtig, dass er selbst entscheiden kann, wann und wieviel er kuscheln möchte und ich genieße jede Sekunde davon.

Geschichten vorlesen

Auch das ist keins unserer Rituale, denn auch dazu ist Leon oft zu unruhig. Trotzdem versuchen wir kurz vor dem Schlafengehen keine wilden Spiele mehr zu spielen und nicht zu toben. Stattdessen bieten wir Leon z.B. an, Bücher anzuschauen, denn diese ruhige Tätigkeit hilft eben, dass Körper und Kopf schonmal etwas abschalten können. Bei uns klappt das nicht immer, bei anderen ist das aber bestimmt ein klassisches Abendritual.

Konsequent sein

Das finde ich mit am wichtigsten. Kinder brauchen die Sicherheit, die der immer gleiche Ablauf am Abend ihnen gibt. Dazu ist es wichtig Rituale und Regeln einzuhalten, nicht täglich und so wie man gerade will, den Zeitplan und die Abläufe zu ändern. Das verwirrt das Kind, wühlt es auf. Es versteht nicht, dass es bald zeit zum Schlafen ist und kann innerlich nicht zur Ruhe kommen. Deshalb versucht, eure Pläne einzuhalten. Sicherlich kann man Ausnahmen machen, wenn etwas besonderes ansteht, aber es sollten eben nur Ausnahmen bleiben.

Habt ihr noch weitere Tipps, wie Kinder abends gut zur Ruhe kommen können? Dann schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

Bis dahin: Habt's fein und bis bald!

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