Montag, 6. März 2017

Don't Let Anyone Steal Your Peace + Blogparade

Viel zu lange habe ich mich von anderen beeinflussen lassen und das hat mich unglücklich gemacht. Wann ist es normal geworden, dass zwischen Menschen Missgunst herrscht, dass man immer nach mehr strebt als man gerade hat? Damit ist jetzt Schluss. Mein neues Motto: Don't let anyone steal your peace!




Soziale Medien und das reale Leben

Dank sozialer Medien ist es normal geworden, sich miteinander zu vergleichen. Jeder postet Fotos aus seinem Alltag. Meist sind das natürlich Bilder von aufgeräumten, monochromen Kinderzimmern, von strahlenden Kindern und strahlenden Müttern, von fabelhaften Urlauben und perfekten Familienfesten. Das baut bei einem selber Druck auf und die Frage, warum das eigene Leben nicht so perfekt ist, wie das Leben auf den Instagram-Bildern der anderen. Bei mir zuhause liegt Spielzeug rum, ein Rest Spinat klebt an der Wand. Mein Sohn wirft sich schreiend auf den Boden, wenn er im Supermarkt nicht jetzt und sofort das Brötchen essen darf und abends sitze ich oft auf der Couch und bin fix und fertig von dem bisschen Haushalt und Kindererziehung, das ich am Tag erledigt habe. Die Sache ist aber doch die: Poste ich das? Ist das der Teil meines Lebens, den ich festhalten und mit anderen teilen möchte? Auch ich teile lieber die schönen Momente, die, bei denen die anderen denken: Die hat es gut. Vielleicht aber sollten wir alle ab und zu ein bisschen mehr Realität zeigen, denn der Anblick von ausschließlicher Perfektion auf sozialen Medien führt nicht selten zu Missgunst, Neid und Abwertung.



Das will ich auch

Ich gebe es zu. Ich bin neidisch, dass andere so hübsche Kinderzimmer haben. Ich bin neidisch, dass sie in tollen Familienhotels Urlaub machen können, den sie ggf. noch nicht mal selbst bezahlen müssen. Und ich bin neidisch, wenn sie abends noch genug Energie haben, um mit ihren Freundinnen die Nächte durchzutanzen, während der Papa die Kinder hütet. Ich möchte das auch.  Doch es ist noch mehr, manchmal erwische ich mich dabei, dass ich den anderen ihr Glück nicht gönne, weil ich es selbst nicht habe. Aber das möchte ich gar nicht. Also muss da etwas im Kopf passieren.

Bestandsaufnahme

Zuerst einmal muss ich mich wieder auf das besinnen, was ich habe: Ich habe einen Ehemann, der mich liebt und einen wundervollen Sohn. Ich habe eine tolle Wohnung und einen Job. Ich habe zu essen, ich kann mir Urlaub und Freizeitaktivitäten leisten. Das ist so viel mehr, als andere haben. Und das ist so viel mehr, als ich brauche. Ja, das meiste von dem, was ich habe ist Luxus. Und trotzdem reicht mir das nicht. Ich finde es auch völlig in Ordnung, nach mehr zu Streben, Wünsche zu haben. Aber es sollte mir bewusst sein, dass das alles zusätzlicher Luxus wäre. Nichts davon brauche ich dringend und notwendigerweise. So ist es möglich, zufrieden mit dem zu sein, was man hat, obwohl man sich dennoch etwas mehr wünscht.

Akzeptanz und Zufriedenheit

Wenn ich mir bewusst gemacht habe, was ich alles habe, fällt es mir leichter, auch anderen ihren Luxus zu gönnen. Außerdem sollte ich immer im Kopf haben, dass die anderen ihren Luxus sicherlich verdient haben. Wenn sie einen Urlaub gesponsert bekommen, haben sie wahrscheinlich auch viel Energie und Arbeit in ihre Seite, ihren Blog, ihre Fotos und ihre Kontakte investiert. So etwas sollte durchaus honoriert werden. Und wenn ich die Bilder auf ihrem ihrem Profil sehe, auf dem ausschließlich glückliche, zufriedene und friedliche Kinder zu sehen sind, dann sollte ich mir zum einen bewusst sein, dass das bestimmt nicht den ganzen Tag so ist, man aber das Handy zum Fotografieren nicht unbedingt bereit hält, wenn das Kind gerade weint und zornig ist. Zum anderen sollte ich den anderen Müttern einfach die Zeit gönnen, die sie mit ihren glücklichen, friedlichen Kindern verbringen können, so wie auch ich genieße, wenn mein Sohn zufrieden und happy ist. Es ist doch genau das, was uns Mütter glücklich macht.

#fürmehrrealitätaufinstagram

Trotzdem freue ich mich, dass immer mehr Blogger und Instagrammer ab und zu auch Momente aus ihrem Leben zeigen, die eben nicht die absolut perfekten Zeiten abbilden. Unordnung, Chaos, Unzufriedenheit gehören ebenso zum Leben dazu wie all die positiven Aspekte. Und es zeigt mir, dass wir im Grunde alle gleich, alle herrlich unperfekt sind.

Wie also den inneren Frieden finden?

  • Mache dir bewusst, was du hast
  • Strebe danach, deine Wünsche zu erfüllen ohne dich auf das zu fixieren, was du nicht hast
  • Gönne den anderen ihre glücklichen Momente, so wie auch die möchtest, dass man die dein Glück gönnt
  • Sei dir sicher, dass auch das Leben der anderen nicht immer perfekt ist.


Blogparade "Don't let anyone steal your peace"

Nun möchte ich euch aufrufen, euren Beitrag zur Blogparade "Don't let anyone steal your peace" zu leisten. Macht dazu einfach folgendes:

  • Schreibt einen Artikel zum oben genannten Thema. Erzähl, wie ihr zu Zufriedenheit und Glück kommt, was ihr über Missgunst unter Müttern und in sozialen Medien denkt und wie man es vermeiden kann. Vielleicht fällt euch ja auch etwas ganz anderes zum Thema ein.
  • Die Blogparade läuft bis zum 10.04.2017
  • Verlinkt eure Beiträge als Kommentar unter diesem Artikel oder schickt mir eine Mail mit dem Link an kleinesmaedchengrossewelt@web.de
  • Verlinkt diesen Artikel in eurem Beitrag
  • Das Bild zur Bolgparade dürft ihr gerne nutzen
  • Falls ich kein Medium habt, auf dem ihr euren Beitrag veröffentlichen könnt, sendet ihn mir per Mail und ich veröffentliche ihn auf meinem Blog
  • Nach Ablauf der Blogparade fasse ich noch mal alle Beiträge, Tipps und Meinungen in einem gesonderten Beitrag zusammen.


Kommentare:

  1. Hallo Julia und Danke für deine Mail neulich. Deine Aktion konnte ich eben unter http://www.blogparade.guru/2017/03/08/blogparade-glueck-zufriedenheit/ gerne unterbringen und kann dir damit nur viel viel Erfolg wünschen. Das Thema ist aber nicht jedermanns Sache bzw. für jedes Blog gedacht. Aber ich schaue noch nach der SocialMedia Werbetrommel, um sie zu rühren und denke, dass meine Social Friends schon noch Interesse hätten. Bei weiteren Blogparaden wende dich einfach per Mail an mich :) Danke und Gruss, Alexander

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  2. Oops, kannst du bitte die URL im ersten Kommentar nach http://www.blogparade.guru ändern?! Da habe ich einen Fehlerchen gemacht. Danke im Vorfeld.

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