Samstag, 11. März 2017

Spielküche

Seit Leon 1,5 Jahre alt ist, besitzt er eine Spielküche. Ich habe sie ihm besorgt, weil er in der Kita so gerne in der Puppenküche spielt. Es war die beste Anschaffung seit langen. Die Spielküche wird jeden Tag bespielt, mehrfach. Hier erzähle ich euch, wie sie entstanden ist, was alles dazu gehört und wie Leon sie findet.


Worauf kommt es an

Für mich sind bei Spielzeug allgemein verschiedene Aspekte wichtig, aber gerade bei Spielwaren, die häufig genutzt werden und groß sind, gibt es nochmal andere Dinge zu beachten. Mir war wichtig, dass die Spielküche aus einem robusten Material besteht. Sie wird herumgeschoben, Türen und Knöpfe werden hundert- und tausendfach betätigt, es wird darauf herumgehämmert und Töpfe werden herumgeschoben. Deshalb kam für mich keine Plastikküche in Frage. Ich wollte eine Spielküche aus Holz, die all den Strapazen standhält, die sich nun mal aus dem Spielverhalten eines Kleinkindes ergeben. Holz ist auch langlebig. So viele Holzspielzeuge haben schon meine eigene Kindheit überlebt, wurden inzwischen vielen anderen Kindern zur Verfügung gestellt und funktionieren heute noch einwandfrei. Holzküchen sind zwar auch teurer, aber halten dafür auch umso länger. Neben der Materialfrage war mich auch wichtig, dass die Küche die richtige Größe hat. Mein Kind muss aufrecht daran spielen können, ohne sich bücken oder strecken zu müssen und damit dem Bewegungsapparat und vor allem dem Rücken zu schaden. Um diesen Aspekten gerecht zu werden und dabei gleichzeitig kein Vermögen auszugeben, habe ich eine gebrauchte Spielküche aus Holz online gekauft. Sie hat 30 Euro gekostet. Zwar war sie von den vorherigen Besitzern viel genutzt worden und hatte entsprechend Schmutzflecken und war an einigen Stellen bemalt, aber das machte mir nichts aus, da ich sie ja sowieso von Grund auf umgestalten wollte. 

 

Der Umbau

Zuhause machte ich mich daran, die Spielküche nach meinen Wünschen umzugestalten. Ich mag die Optik von hellem Holz nicht und ich wollte sichergehen, dass die Küche optisch zu meinem Wohnzimmer passt, denn dort würde sie später stehen, ich würde sie jeden Tag sehen müssen und deshalb musste sie auch mir gefallen. Ich habe das Holz also abgeschliffen und die Flächen mit weißem Acryllack aus dem Baumarkt gestrichen. Für ein gleichmäßiges und deckendes Ergebnis waren dafür 3 Streichdurchgänge notwendig. Die Verplatten, Griffe und Knöpfe habe ich mit schwarzem Tafellack gestrichen. Ich fand die matte Optik im Kontrast zu den hochglänzenden Fronten super. Das Ganze habe ich im Spätsommer auf unserem Balkon gemacht. So stand die Küche auch während des Trocknen geschützt und wir hatten den Gestank des Lacks nicht in der Wohnung. Zusätzlich habe ich noch Haken für die Kochlöffel angebracht. Dafür habe ich einfach 4 Haken für Gardinenstangen genommen, die wir noch von unserem Einzug übrig hatten.

Zubehör

Nachdem die Küche selbst fertig war, ging es ans Zubehör. Das hat mich fast mehr Nerven gekostet als die Küche selbst. Fast alle Töpfe, die ich gefunden habe, waren aus Plastik und in bunten Neonfarben. Schlussendlich habe ich aber bei TEDi ein schönes Set aus Metall gefunden. Sieht richtig echt aus und passt zur sonstigen Optik. Die passenden Kochlöffel waren direkt dabei. Bei IKEA habe ich noch Teller und Gläser besorgt. Außerdem habe ich einiges an Obst und Gemüse angeschafft. Da habe ich darauf geachtet, dass es einigermaßen lebensecht aussieht und man es "schneiden" kann. Die Hälften sind mit Klett aneinander geklebt, sodass Leon sie mit einem Spielzeugmesser auseinander schneiden kann. So wird seine Motorik gefördert und er übt schon mal den realistischen Umgang mit den "Lebensmitteln".



Wo steht sie

Leons Zimmer ist sehr klein und durch das Hausbett sowieso schon ziemlich zugestellt. Deshalb war von Anfang an klar, dass die Spielküche ihren Platz in unserem Wohnzimmer findet. Das finde ich auch deshalb schön, weil wir uns ja hauptsächlich im Wohnzimmer aufhalten und ein Spielgerät, das Leon häufig benutzt, soll eben auch dort stehen, wo unser Lebenmittelpunkt ist. Deshalb war es mir auch so wichtig, dass die Küche farblich neutral ist und an die Optik unseres Wohnzimmers angepasst ist. Auch trotz der weißen und schwarzen Farbe sieht sie meiner Meinung nach immer noch kindgerecht aus und zusätzlich sieht sie einfach so aus, als müsste sie in unserem Wohnzimmer stehen.


Fazit

Unsere Spielküche war die beste Anschaffung seit langem. Leo verbringt sehr viel Zeit damit und gleichzeitig wird seine Motorik, Kreativität und Vorstellungskraft beim Spielen gefördert. Außerdem übt er quasi lebensechte Tätigkeiten, die er in seinem späteren Leben unbedingt beherrschen muss.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren. Wenn ihr Fragen habt, schreibt sie mir einfach in die Kommentare. 

Habt's fein und bis bald!

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