Dienstag, 14. März 2017

Weiß mein Kind, dass ich es liebe?

Ich liebe mein Kind. Ich liebe es mehr als alles andere und vor der Geburt hatte ich keine Ahnung, wieviel Liebe man für einen anderen Menschen empfinden kann. Natürlich liebe ich meinen Ehemann und meine Eltern, aber die Liebe zum eigenen Kind ist etwas anderes, etwas Besonders.

Manchmal sitze ich abends auf dem Sofa, das Kind liegt tief und fest schlafend in seinem Bett und ich frage mich: Hast du ihm heute oft genug gezeigt, dass du ihn liebst? Weiß er ganz sicher, dass er das größte Glück in deinem Leben ist?

Aber woran merkt ein Kind eigentlich, dass es geliebt wird? Ist es die Anzahl der Küsse und Umarmungen? Oder sind es ganz andere Dinge im Alltag, die sagen: 
"Ich liebe dich, du bist etwas ganz besonderes!"



Liebevolle Gesten

Ich denke das ist es, was uns zuerst in den Sinn kommt, wenn wir darüber nachdenken, wie wir unseren Kindern zeigen, dass wir sie lieben. Wir nehmen sie in den Arm, wir kuscheln mit ihnen, wir küssen sie. Für mich ist übrigens der Kuss auf die Stirn etwas ganz wichtiges. Neben "Ich liebe dich" sagt er für mich auch "Ich beschütze dich" und "Ich respektiere dich". Abgesehen von den Gesten sage ich Leon auch mindestens einmal am Tag, nämlich vor dem Schlafengehen, wie lieb ich ihn habe. ich möchte einfach, dass er sich geborgen fühlt, wenn er in seinem Bett einschläft, dass er weiß, dass Mama ihn liebt, egal wie anstrengend, doof oder schön der Tag war.

Regeln und konsequentes Handeln

Auch das sind für mich Zeichen der Liebe. Ich möchte, dass mein Kind auf die große weite Welt da draußen vorbereitet ist. Ich möchte, dass er weiß, wo sein sicherer Hafen ist, wenn es draußen mal turbulent ist. Diese Sicherheit des eigenen Zuhauses kann ich ihm aber nur vermitteln, indem mein eigenes Verhalten konsequent und geradlinig ist. Und ja, dazu gehört auch mal, "Nein" zu sagen und gegen den aktuellen Willen des Kindes zu handeln. Wichtig ist, dass ich Regeln, die ich aufstelle, einhalte. Dass ich Leon vorlebe, dass ich zu meinem Wort stehe. Im Positiven wie im Negativen. Und auch wenn mein Kind später mal glaubt, ich mag es nicht, weil ich ihm Dinge verbiete, so ist es doch eigentlich ein Zeichen meiner Liebe.


Immer da sein und alles geben

Aufstehen, wenn das Kind nachts um 3 zum 15. Mal nach Mama ruft. Bei Wind und Wetter zum Spielplatz laufen, weil das Kind unbedingt rutschen will.  Alles stehen und liegen lassen, wenn das Kind gestürzt ist. Immer da zu sein bedeutet für mich nicht, immer vor Ort zu sein. Ich glaube nicht, dass mein Kind sich ungeliebt fühlt, weil es in den Kindergarten gehen muss, während ich arbeite, oder weil es mal bei Oma und Opa schlafen soll, damit Papa und Mama mal einen Abend für sich haben. Immer da zu sein, bedeutet für mich vor allem, zu erkennen, wenn mein Kind mich persönlich wirklich braucht. Es bedeutet auch, dass ich 100% meiner Energie nutze, um meinem Kind beizustehen, wenn es gerade nötig ist. Ich denke, jede Mutter kann selbst am besten entscheiden, in welchem Rahmen das beim eigenen Kind geschehen soll und kann da auf das eigene Herz hören.


Also ja, ich denke, mein Kind weiß, dass ich es liebe. Es weiß, dass ich es immer geliebt habe und ich werde ihm immer zeigen, dass ich es für den Rest meines Lebens lieben werde.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen