Sonntag, 21. Mai 2017

Rezept: Spicy Hot Chocolate + Low Fat Variante

Seit ihr auch so Chocoholics wie ich? Dann habe ich heute genau das richtige für euch: Das ultimative Rezept für Spicy Hot Chocolate. Ein Traum aus Schokolade, Schlagsahne und einem Hauch von Zimt. Und das Beste: Ich habe euch zusätzlich noch eine Low Fat Variante mitgebracht, für alle, die ein bisschen auf die schlanke Linie achten wollen und trotzdem nicht auf den ultimativen Schokoladengenuss verzichten wollen.


Variante 1: Klassisch

Ihr braucht:
250 ml Vollmilch (3,5%)
1 EL Nuss-Nougat-Creme
1 Riegel Vollmilchschokolade
1 Messerspitze Zimt
Sprühsahne
Kakaopulver und Schokodrops zum Dekorieren

Erhitzt die Milch in einem Topf und schmelzt Nuss-Nougat-Creme und Schokolade darin. 
Gebt zuerst das Zimt in ein Glas und dann die heiße Schokolade dazu. So kann sich alles gut vermischen. Sprüht Sahne drauf und dekoriert das Ganze mit Kakaopulver und Schokodrops. Fertig!


Variante 2: Low Fat

Ihr braucht:
250 ml entrahmte Milch (0,3%)
1,5 EL zuckerfreie Schokodrops (z.B. von Zucker)
1 Messerspitze Zimt
Sprühsahne (Light-Variante)
Kakaopulver und Schokodrops zum Dekorieren

Erhitzt die Milch in einem Topf und schmelzt die Schokodrops darin.
Gebt zuerst das Zimt in ein Glas und dann den Kakao dazu, so kann sich alles schön vermischen. Sprüht Sahne drauf und dekoriert das Ganze mit Kakaopulver und Schokodrops. Fertig!

Es ist einfach, es ist idiotensicher und es ist soooo lecker und schokoladig.

Lasst es euch schmecken!



Samstag, 20. Mai 2017

Welche Dinge braucht das Kind für den Kindergarten?

Ich bin nun seit über einem halben Jahr Mama eines Kindergartenkindes. Heute möchte ich deshalb mal meine Erfahrungen mit euch teilen, was man für den Kindergarten alles anschaffen sollte.

Beachtet bitte, dass Lein gerade mal 1 Jahr war, als er in die Kita gekommen ist, für ältere Kinder braucht man natürlich manche Dinge nicht oder eben andere Sachen.

Kleidung

Matschhose (gefüttert/ungefüttert)
Gummistiefel/Schneestiefel
ggf. Schneeanzug
Mütze/Schal/Handschuhe
1 Satz Ersatzkleidung komplett
Hausschuhe


Frühstück/Vesper

Brotdose
Kindergartentasche

Schlafen

Kuscheltiere/Kissen/Schnuller, je nachdem, was das Kind zum Schlafen braucht


Bitte markiert alles eure Sachen mit Namen, ansonsten gibt es nur Ärger, wenn irgendwas verloren geht oder nicht mehr zuzuordnen ist, weil ihr eben nicht die einigen wart, die bei Aldi oder Lidl im Angebot die Matschhose gekauft haben. Ich habe dafür Namensaufkleber über gutmarkiert gekauft und bin begeistert. Vor allem, weil wir zu kleine Sachen ja gerne verkaufen und dann ist es toll, wenn man das Namensschild einfach abmachen kann und den Namen nicht mit Wedding rein geschrieben hat.

Die Helikopter-Mutter in mir hat auch noch ein Notfall-Armband gekauft, das bekommt das Kind für Ausflüge ums Handgelenk. Drauf stehen Name und meine Telefonnummer. Sicher ist Sicher.

Fällt euch noch etwas ganz wichtiges für den Kindergarten hin? Dann schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Habt's fein und bis bald!

Donnerstag, 18. Mai 2017

#Rabenmutter: Warum hat das Kind denn schon wieder eine Beule?

Wir kommen am Mittwochmorgen in den Kindergarten. Die Erzieherin schaut Leon an, dann mich und sagt: "Der hat ja schon wieder eine Beule." Sie meint es nicht als Vorwurf, ist eher amüsiert, denn Leon hat seine Beule irgendwie immer an der gleichen Stelle. Was an dieser Stelle nicht böse gemeint ist, kann aber auch schnell als Vorwurf rüber kommen.


Leon hat öfters Beulen, eigentlich immer irgendwo blaue Flecken, im Sommer aufgeschürfte Knie. Ist das ein Zeichen dafür, dass ich nicht genug auf mein Kind achtgebe oder zeigt es einfach, dass ich ein Kind mit ausgesprochenem Bewegungsdrang habe, das leider oft seine Grenzen noch austesten muss?

Ich plädiere für die zweite Sichtweise. Wenn ich an meine eigene Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich auch an blutige Knie und Ellbogen, an eine dicke Beule, weil ich gestolpert und blöd gegen eine Schaukel geknallt bin. Aber all diese Verletzungen hätte man nicht verhindern können. Ich habe gespielt, bin gerannt, gesprungen und getobt. Ich habe die Welt entdeckt und manchmal hat eben ein Schritt nicht so geklappt, wie ich das geplant hatte.

Doch darum geht es doch im Leben. Nur wenn ich die Erfahrung mache, dass ich bei zu schnellem, unkontrollierten Laufen stolpern kann, kann ich lernen, mein Tempo zu mäßigen und einzuschätzen. Und an der einen oder anderen Stelle muss man vielleicht auch lernen, dass man manchmal einfach nur Pech hat, blöd umknickt oder kurz nicht aufpasst und irgendwo gegen läuft. Manchmal gibt es keinen Schuldigen oder keine benennbare Ursache dafür, dass man sich verletzt. Es ist einfach nur doof gelaufen.

Ich möchte, dass auch mein Kind diese Erfahrungen macht. Es kann nicht lernen, sein Lauftempo einzuschätzen, nur weil ich ihm sage, dass er stolpern wird, wenn er zu schnell läuft. Er muss diese Erfahrung selbst machen. Ich versuche einzugreifen, wo es sehr gefährlich wird, aber ansonsten darf er sich in der Wohnung und auch draußen frei bewegen und seinen Körper und seine Umgebung kennenlernen. Und ja, das bedeutet, dass er alle paar Wochen mal eine Beule hat (Hallo Tischkante, hallo Spielzeugkiste), dass er fast wöchentlich blaue Flecken oder aufgeschürfte Knie hat (Hallo Wurzel, Erdloch und Türrahmen) und auch dass ihm eine kleine Ecke vom Schneidezahn fehlt (Hallo Bordsteinkante). Das heißt aber nicht, dass ich auf mein Kind nicht achtgebe.


Montag, 15. Mai 2017

Referendariat mit Kind: Der erste Unterrichtsbesuch

Es ist geschafft. Der erste Unterrichtsbesuch ist rum. Deshalb will ich euch heute mal genauer etwas davon erzählen. Stattgefunden hat er in Englisch in einer vierten Klasse

Die Vorbereitung:

Das Thema habe ich schon Wochen im Voraus festgelegt. Das war zum einen deshalb möglich, weil der Termin schon 2 Monate vorher feststand. Zum anderen lag der Termin so günstig und die eigentliche Lehrerin der Klasse ließ mir viel planerische Freiheit, sodass ich das alles so planen konnte, wie ich es wollte. Großes Oberthema sollte also Kanada sein. 


In den Osterferien schrieb ich den kompletten Unterrichtsentwurf, immerhin inkl. Anhang über 25 Seiten. Ich wollte einfach früh fertig sein, denn man weiß ja nie, ob das Kind nicht plötzlich ne Woche vor UB so richtig krank wird. Außerdem lag direkt vor dem UB eine Woche Kindergartenpraktikum, in dem ich weder meinen Mentor noch die Klasse sehen konnte. Noch ein Grund, weit im Voraus zu planen. Leider stelle sich der Entwurf als ungeeignet raus. Ich bin halt noch in der Ausbildung. Da macht man nicht alles beim ersten Versuch gut. Also habe ich eine Woche vor UB alles umgeschmissen und ein neues Thema gesucht. Idee: Die Kinder schreiben Briefe an eine kanadische Familie. Also dank Social Media schnell jemanden aus Kanada gesucht, der bereit ist, Briefe von 18 motivierten Viertklässlern zu beantworten und dann ging es an die neue Planung. Neuer Entwurf geschrieben, korrigiert, überarbeitet usw. Dann das ganze Material vorbereitet. Konzipieren, Designen, drucken, schneiden, laminieren, verpacken. Ich habe im Vergleich zu anderen Referendaren wohl noch relativ wenig Geld für den UB ausgegeben, aber es ist schon Wahnsinn, wieviel Material man da verschwendet  verbraucht. 

Zwei Tage vor UB war alles soweit fertig. Jetzt nur noch Feinarbeit. Die Stunde genau durchgehen, Formulierungen exakt überlegen, auswendig lernen, aufschreiben. Entwürfe drucken (immerhin insgesamt 150 Seiten)

Am Tag vor dem UB habe ich noch etwas für den English-Corner im Klassenraum vorbereitet. Für den guten Eindruck und so. Dann waren wir dank Muttertag und Besuch aus der Heimat ein paar Stunden unterwegs. Abend hat Leon Stunden gebraucht, bis er eingeschlafen ist. Er merkt, wenn ich nervös und unruhig bin und sowas überträgt sich ganz extrem auf ihn. Zu allem übel bekam ich auch noch ne dicke Erkältung. Halsschmerzen, Schnupfen. Na toll. Erst um 22:00 kam ich an den Schreibtisch. Reflexion noch vorbereitet, Material nochmal kontrolliert, Plan nochmal durchgegangen. Um 23:30 ab ins Bett. An schlaf: Nicht zu denken.

Tag x: 


Ich habe nicht geschlafen, ich bin total erkältet. Trotzdem stehe ich um 5:30 auf und um 7 ist der Kleine im Kindergarten abgegeben. Ab in die Schule. Vor dem Unterricht schonmal den Klassenraum etwas vorbereiten. Dann habe ich 3 Stunden, um alles nochmal durchzugehen, Kleinigkeiten zu korrigieren. 45 Minuten vor der Stunde ist meine Lehrbeauftragte da, um den Entwurf zu lesen. 11:05 gehts los. Anwesend, um mich zu beobachten, sind: Mein Mentor, der Konrektor, die Englischlehrerin der Klasse und meine Lehrbeauftragte. Die Stunde beginnt super, alles wie geplant, doch dann gehts bergab. Das Material ist viel zu schwer für die Schüler. Die machen das ganze aber toll und geben ihr Bestes. So fleißig habe ich sie selten erlebt. Ich ziehe die Notbremse, werfe meine komplette Unterrichtsplanung über den Haufen und versuche einen komplett neuen Ansatz.

Bei der Besprechung wird mir diese Flexibilität positiv angerechnet. Außerdem gelobt wurde: Meine Lehrerpersönlichkeit, Struktur und Organsation und der Differenzierungsansatz.

Als Entwicklungsfelder halten wir fest: Die Analyse des Leistungsniveaus der Klasse, Die Analyse von "Stolpersteinen" und entsprechenden Alternativplanungen (die hätte mir heute den A***** gerettet) sowie der Erhöhung des Sprechanteils der Schüler.

Trotz dieser Katastrophenstunde bin ich nicht demotiviert. Die Entwicklungsfelder sind alles Bereiche, die mit der Erfahrung besser werden. Das was positiv angemerkt wurde, ist das was "von Natur aus" da sein muss. Also kann es nur bergauf gehen. Und nun: Erkältung ignorieren und kopfüber in die nächste Unterrichtsplanung.

Los gehts!

Donnerstag, 11. Mai 2017

Alles Fake oder was ?! Die kleinen Helfer fürs gesellschaftstaugliche Aussehen

Ganz ehrlich: Ich bin 26. Da hat man jetzt noch nicht die riesigen Probleme mit seinem Aussehen, aber trotzdem sehe ich zeitweise aus wie ein Teenager, todkrank oder einfach nur schlecht. Der Grund: Durchwachte Nächte beim Kind, Stress auf der Arbeit oder einfach nur die Hormone oder Gene. Ist ja auch egal. Die Frage ist doch: Wie präsentiere ich mich nach außen hin? Muss jeder schon auf 100m Abstand sehen, wie miserabel meine letzte nacht war oder darf ich ein wenig nachhelfen mit Make-Up oder auch mit Foto-Apps, die mir auf meinen Instagram Bildern ein bisschen reinere Haut oder etwas mehr Leuchten im Gesicht zaubert? Fake oder völlig legitim? Was meint ihr?



Ich habe regelmäßig Probleme mit Pickeln. Selbst in der Pubertät hatte ich nicht so unreine Haut wie jetzt. So mag ich mich ungern draußen zeigen. Deshalb helfe ich zumindest gerne mit BB-/CC-Cream oder etwas make-Up und Concealer nach und schon sieht die Haut ebenmäßiger und frischer aus.


Wenn ich Zeit habe, fahre ich auch gerne das ganze Programm auf: Mascara, Lidschatten, Eyeliner, Bluse, Bronzer. Auch darf bei mir normalerweise der Lippenstift nicht fehlen. Auch mit Lippenstift kann man, je nach Farbe, ganz natürlich aussehen. Ich habe aber auch nicht dagegen, ab und zu mit kräftigem Rot oder Pink aufzufallen.


Und dann gibt es noch die Wunderwaffe schlechthin, wenn man sich in Social Media präsentieren will: Foto-Apps. Ich benutze gerne YouCam Make-Up. Seht ihr den Unterschied zum Bild oben?



Fakt ist, ich fühle mich einfach wohler, wenn ich dem Aussehen ein bisschen auf die Sprünge helfe. Ich stehe dazu und finde das auch ganz legitim. Hier bei uns auf dem Land ist das nicht der Regelfall und manchmal wird man tatsächlich komisch angeschaut, wenn man Lippenstift trägt, obwohl man nur schnell Salat auf dem Wochenmarkt kauft. Aber so what. Ich muss mich damit wohlfühlen und wenn man auffällt, wird man wenigstens wahrgenommen.

Also was meint ihr? Ist das legitim und in Ordnung oder geht das gar nicht?

Schreibt es mir in die Kommentare.

Habt's fein und bis bald!



Dienstag, 9. Mai 2017

Dinge, die wir besser mal in der Schule gelernt hätten

"Die Leute sind ja auch dumm. In der Schule lernen sie Plutimikation, aber sich was Lustiges ausdenken, das können sie nicht"  (Pippi Langstrumpf)

Astrid Lindgren lässt Pippi Langstrumpf hiermit doch etwas ganz Interessantes sagen. Wir lernen in der Schule so viele Dinge, aber manchmal habe ich das Gefühl, die Dinge, die man im Leben wirklich braucht, die lernen die Kinder nicht. Ich habe mir mal Gedanken gemacht, welche Dinge ich gerne in der Schule gelernt hätte:


  • Wie mach Wäsche wäscht, so dass sie richtig sauber wird und ohne dass sie sich verfärbt oder einläuft 
  • Welche Versicherungen ich als Erwachsener brauche
  • Was ist eine Mahnung und warum sollte ich vermeiden, eine zu bekommen? Wie reagiere ich, wenn ich doch mal eine erhalte?
  • Welche Kosten auf mich zukommen, wenn ich einen eigenen Haushalt führe
  • Wie bekomme ich Rotweinflecken aus einem Teppich?
  • Wie man seinen eigenen "Marktwert" feststellt und den beim Chef durchsetzt
  • Sich zurechtfinden, auch wenn Google Maps/ das Navi mal ausfällt
  • Wie man seine Steuererklärung macht
Ich denke, ihr versteht, worauf ich hinaus will. Wir lernen in der Schule Vektor-Rechnung statt zu wissen, wie ich mein monatliches Geld so einteile, dass ich den ganzen Monat damit auskomme. Ich lese Literaturklassiker in 3 verschiedenen Sprachen, verstehe aber kein Wort in einem Miet- oder Arbeitsvertrag. Man hat das Gefühl, die Kinder werden in der Schule nicht auf das echte, richtige Leben vorbereitet. Sie lernen "unnützes" Zeug, das sie nie wieder brauchen statt wirklich Greifbares, das gezwungenermaßen im Leben auf sie zukommt.

Grundsätzlich fühle ich mich im Leben auch so. Bis ich damit konfrontiert war, hatte ich keine Ahnung von einer Steuerklärung (ok, um ehrlich zu sein, machen das heute mein Mann und das Steuerprogramm) und es hat mich einige Nerven gekostet, mich einzulesen, welche Versicherungen oder Altersvorsorgen sinnvoll für mich sind und wie ich, verdammt nochmal, meinen Teppich wieder sauber bekomme.  Hat also das Schulsystem komplett versagt? Die Schule soll doch aufs Leben vorbereiten. Warum also fühle ich mich bei den ganz alltäglichen Dingen überfordert, hilflos und absolut unwissend?

In solchen Momenten bin ich froh, dass ich auch auf der "anderen" Seite des Bildungssystems stehe, auf der Lehrerseite, als Vertreter der Bildungspläne. Ich wäre nicht Lehrerin geworden, wenn ich nicht glauben würde, dass die Schule eine sinnvolle Institution ist. Es stimmt, ich habe bisher viele der Inhalte nicht gebraucht, aber ich habe in der Schule das Lernen an sich gelernt. 

Ich habe gelernt, wie man sich Inhalte selbst erarbeitet. Ich habe gelernt, nicht aufzugeben, auch wenn ich etwas nicht verstehe. Ich habe gelernt, dass ich Leistung erbringen muss, um Ziele zu erreichen. Ich habe gelernt, meine eigenen Fähigkeiten einzuschätzen, um Hilfe zu bitten, wenn ich nicht weiter weiß, und zu wissen, wer mir mit Fachwissen weiterhelfen kann. Ich kann logisch kombinieren, ich kann wichtige Inhalte aus Texten herausfiltern, ich kann meine Zeit einteilen, die ich brauche, um Dinge zu erarbeiten und ich kann unter Druck Ergebnisse liefern. All das hätte ich nicht gelernt, wenn ich das in der Schule nicht gelernt, geübt und immer wieder angewandt habe. 

Die neuen Lernformen, vor allem in offenen Lernsituationen, in denen Kinder Lernzeit, Lernort, Lerninhalte oder Lernwege hauptsächlich selber bestimmen können, fördern genau das. Die Fähigkeiten, sich Dinge, die man nicht weiß und kann, selbst anzueignen, sodass sie nachher wissen, wo sie es lernen, auch wenn sie in der Schule nie das Wort Steuerklärung gehört haben (Obwohl sie dank offener Lernformen theoretisch die Möglichkeit dazu hätten, das auch in der Schule zu lernen, aber ich denke, dazu muss ich mal einen eigenen Artikel schreiben)

Also es stimmt: Die Kinder bekommen in der Schule kein Handbuch für das richtige Leben in die Hand, aber guter Unterricht bereitet sie trotzdem auf das Leben vor und das ist doch das Wichtigste.

Rezept: Hirsesalat

Heute habe ich für euch einen frischen Hirsesalat. Er schmeckt super an wärmeren Tagen, zu Gegrilltem oder einfach nur als leichte Mahlzeit zwischendurch.


Ihr braucht:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1TL Tomatenmark
1TL Paprikamark
Öl
1 Tasse Hirse
2-3 Tassen Wasser
1 Hand voll Kirschtomaten
1/2 Gurke
1/2 Paprika
Grüner Salat
Joghurt
Salz
Pfeffer
Saft einer Zitrone


1. Zuerst bratet ihr kleingeschnittene Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl an.


2. Dann gebt ihr Tomatenmark und Paprikamark dazu und lasst alles kurz anbraten.


3. Nun kommen Hirse und Wasser in den Topf und das ganze lasst ihr bei kleiner Stufe und geschlossenem Deckel gut 20 Minuten köcheln bis das Wasser aufgesogen und die Hirse weich ist.


4. Während die Hirse abkühlt, schneidet ihr Tomate, Gurke und Paprika und vermischt es mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und etwas Öl.


5. Gebt die Hirse zur Rohkost und vermischt alles gut. Jetzt noch den grünen Salat schneiden.

6. Alles in eine schöne Form geben, Joghurt drüber und schmecken lassen!


Montag, 8. Mai 2017

Städtereise: Hamburg, du schöne Stadt

Vor einiger Zeit waren wir auf Städtereise in Hamburg. Wir haben viel gesehen und erlebt, das man eben so gemacht haben muss und haben Hamburg wirklich in unser Herz geschlossen. Was uns besonders gefallen hat, zeige ich euch hier.

Wir sind mit dem HKX-Zug von Köln nach Hamburg gefahren und von da aus nochmal ca. 15 Minuten mit der Regionalbahn zu unserem Hotel, das etwas außerhalb lag in einem Industriegebiet. Das war aber kein Problem. Es war ruhig und durch die Nähe zur Bahnstation wirklich in Ordnung. Einziger negativer Aspekt. Das Zimmer war wirklich klein und zum WC gab es nur eine Milchglastür. Eine Probe für die Beziehung, war aber auszuhalten.


König der Löwen:

Natürlich geht man ins Musical "König der Löwen", wenn man als Tourist in Hamburg ist. Wir hatten unsere Tickets in Kombination mit einem Hotelpaket gebucht und wussten deshalb im Vorhinein relativ wenig über Plätze und Ambiente. Wir fanden es schon toll, mit dem Schiff überzusetzen zur Musical-Location. Dann kam die erste Ernüchterung. Laut Saalplan hatten wir Plätze in der allerletzten Reihe und wir befürchteten schon, überhaupt nichts sehen zu können. Aber es war ganz anders. Die Plätze in der letzten Reihe waren Super. Der Saal ist nicht riesig und so saß man trotzdem nah genug an der Bühne, ohne sich den Kopf verrenken zu müssen, wie man das oft in der ersten Reihe tun muss. Das Musical selbst war der Knaller. Das Bühnenbild, die Schauspieler, die Lieder, die man aus seiner Kindheit kennt. Wirklich ganz ganz toll und DAS Highlight unserer Reise.



Reeperbahn und Davidstraße:

Auch diese Orte kennt man im Bezug auf Hamburg. Wir haben eine Reeperbahn-Führung gemacht und es war die beste Stadtführung, die ich in meinem Leben je gemacht habe. Der Stadtführer war so so lustig und die Infos super interessant. Während der Führung durch Reeperbahn, Herbertstraße (natürlich nur für die Männer) und Davidwache (bekannt aus dem Fernsehen) macht man immer wieder Halt und geht in einige Bars, um ein paar Drinks zu nehmen. Die sind im Preis mit drin. Nach der Führung ist man ja schon mal da und verbringt dann gerne noch den Abend auf der Reeperbahn. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und waren noch in der Oliver-Jones-Bar und in einem richtigen Stripclub, um einfach mal zu sehen, wie das ist. Ich muss sagen: Sogar als Frau ist es irgendwie interessant, dort rein zu gehen. Es ist eben nicht so, dass dort dutzende Männer nackte Frauen sabbernd anstarren. Es ist ästhetischer, die Stimmung ist ausgelassener. Nur der Eintritt ist relativ hoch.



Schiffe gucken:

Damit kann man den ganzen Tag verbringen. Am Hafen spazieren, ein Fischbrötchen essen und die kleinen und großen Schiffe anschauen. In der Werft lag auch ein riesigen, also wirkliches riesiges Kreuzfahrtschiff, das grade aufbereitet wurde. Das war wirklich spannend.



U-Boot Museum U-434:



In der Nähe des Hafens liegt auch das U-Boot U-434, das früher ein russisches Krieg-U-Boot war und nun als Museum umgebaut wurde. Die Führung war super interessant. Unglaublich, unter welchen Bedingungen die Besatzung dort gelebt hat. Es gab sogar einen OP-Saal in dem U-Boot. Man darf allerdings keine Platzangst haben. Denn es ist wirklich eng dort drinnen und wenn man einmal in der Mitte ist, kommt man nicht mal eben wieder raus.



Hafenrundfahrt inklusive Speicherstadt:

Meiner Meinung nach ein Muss, wenn man in Hamburg ist. Bei der Hafenrundfahrt sieht man Hamburg nochmal aus einer anderen Perspektive, man sieht das Hafenbecken und die Hafeneinfach. Ich würde auf jeden Fall eine Hafenrundfahrt inklusive Speicherstadt nehmen. Die Speicherstadt ist super schön und total interessant, was für Güter hier früher gelagert wurden und wie wichtig die Schifffahrt für die Hamburger Wirtschaft war und ist.  Mein Tipp: Zieht euch wirklich warm an. Es ist soooo kalt und windig auf dem Wasser (zumindest im Winter).


Des Weiteren haben wir, wie immer, eine Rundfahrt mit den typischen roten Tpuristenbussen gemacht. Das machen wir fast immer, einfach, um einen Überblick zu bekommen, was für Sehenswürdigkeiten es so gibt und rauszufiltern, wo wir später nochmal hin fahren wollen. Wo wir nicht waren, war der Fischmarkt. Der Morgen, den wir dafür eingeplant hatten, war der Morgen nach unserem Reeperbahnbesuch. Da waren wir morgens einfach noch nicht fit.

Also, fahrt nach Hamburg, guckt es euch an. Es lohnt sich!

Samstag, 6. Mai 2017

Schatz, ich bin jetzt Blogger

"Hallo ich heiße Julia und ich blogge jetzt"
Ungefähr so hat mein Mann sich das vorgestellt, als ich ihm erzählt habe, dass ich nun einen Onlineblog habe. Aber das war gar nicht der Beginn meiner Blogging-Geschichte. Heute erzähle ich euch, wie ich zum Bloggen gekommen bin, wie mein Umfeld darauf reagiert und wie ich das Bloggen und den Alltag unter einen Hut bekomme.



Die Idee zum Bloggen

In meinem Kopf schwirrte schön länger diese Idee. Nicht konkret die eines Onlineblogs, sondern viel eher der Wunsch danach, Texte zu verfassen und mich mit anderen Leuten darüber auszutauschen. Ich habe das eine Zeit lang über Instagram versucht, aber irgendwie war das nicht das richtige Medium für mich. Im Herbst 2016 bin ich dann ganz spontan mit meinem eigenen Blog gestartet. ich wollte einfach mal ins kalte Wasser springen und mit jedem Artikel, den ich schrieb, sprudelten nur so die Ideen für weitere Beiträge. Da ich noch in der Elternzeit war, hatte ich auch relativ viel Zeit, mich dem zu widmen.

Mein Geheimnis

Die ersten Wochen habe ich niemandem von meinem Blog erzählt. Ich wollte erstmal wissen, wo mich das Ganze hinführt, ob das was für mich ist und ob es überhaupt Menschen gibt, die das lesen wollen, was ich schreibe. Mein Mann wusste zwar, dass ich an einem neuen Projekt arbeite, akzeptierte aber auch, dass ich das vorerst noch für mich behalten wollte. Es war vorerst mein Baby, ich arbeitete mich langsam ein, fand heraus, was das Bloggen bedeutet, nämlich viel mehr als nur Texte online stellen. Es ist ein richtiges Business, das mir wahnsinnig viel Spaß macht.

Familie einweihen

Als ich wusste, dass der Onlineblog genau das ist, was richtig für mich ist, erzählte ich meinem Mann davon. Der war relativ unbeeindruckt, lies mich aber machen, solange wir finanziell und zeitlich dadurch keinen Nachteil hätten. Pragmatisch, wie Männer eben sind. Dem Rest meiner Familie erzählte ich erstmal nicht viel. Meine Eltern verstehen sowieso nicht so viel von der Internetwelt. Die wussten hauptsächlich, dass ich über meine Internetseite Bücher rezensiere und einige Texte veröffentliche.

Bloggen in den Alltag integrieren

In der Elternzeit war es relativ einfach mit dem Bloggen. Leon ging halbtags in den Kindergarten und diese Zeit nutze ich fürs Schreiben, Fotos Machen und Organisieren. Auch abends schrieb ich gerne. Im Fernseher läuft ja sowieso nichts gescheites. Seit ich wieder arbeiten gehe, habe ich natürlich nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen wie früher, aber mit ein bisschen Organisation ist das durchaus möglich. Das Schreiben ist für mich eben auch Hobby. Ich kann dabei abschalten. Es ist mein Ausgleich nach einem langen Arbeitstag.


Also ja, ich bin jetzt Blogger. Ich werde sehen, wo mich das hinführt. Ich hoffe vor allem, dass ich mich weiter etablieren kann, dass es viele Leute gibt, die gerne lesen, was ich schreibe, und das ich mich mehr vernetzen kann.

Blogparade




Jetzt seid ihr dran. Ich starte eine neue Blogparade mit dem Titel "(Schatz,) Ich bin jetzt Blogger".
Erzählt die Geschichte, wie ihr zum Bloggen gekommen seid, wie ihr das Bloggen im Alltag umsetzt (Vielleicht bloggt ihr sogar hauptberuflich?) und wie euer Umfeld auf das Bloggen reagiert.

Bitte beachtet:
  • Verlinkt bitte meinen Artikel in eurem Blogpost
  • Wer möchte kann den Banner zur Blogparade gerne in seinen Artikel einbinden
  • Die Blogparade geht bis zum 09.07.2017
  • Falls ihr keinen Blog habt, schickt mir gerne euren Artikel, dann veröffentliche ich ihn hier
  • Am Ende wird es noch eine Zusammenfassung der Blogparade auf meinem Blog geben.

Und nun, erzählt mir eure Geschichten.

Habt's fein und bis bald!


15 Komplimente an dein Kind

Mein Kind ist die wichtigste Person in meinem Leben, mein größter Stolz, mein größtes Glück. Darum möchte ich meinem Kind auch immer wieder sagen, wie sehr ich es wertschätze. Und wie sollte das besser gehen, als mit Koplimenten. Ich habe euch hier mal 15 Komplimente zusammengestellt, die ich besonders schön und wichtig finde. Dabei habe ich mich von einer riesigen Liste mit Komplimenten bei Netmoms inspirieren lassen:

 
  1. Du bist besonders, weil...
  2. Du bist so hilfsbereit
  3. Dir gehört mein Herz
  4. Mein Leben ist besser geworden mit dir
  5. Du bist so aufgeweckt
  6. Es ist toll, wie du lernst
  7. Ich liebe es, die Welt durch deine Augen zu sehen
  8. Du bist genau richtig
  9. Du bist so mutig
  10. Ich liebe deine Art, wie du mit anderen umgehst
  11. Wir sind ein tolles Team
  12. Du bist clever
  13. Du motivierst mich
  14. Dein Lachen ist ansteckend
  15. Ich liebe dich
 
Fallen euch noch mehr Komplimente ans Kind ein?
Dann her damit!

Freitag, 5. Mai 2017

Mein Haushalt und ich - Eine Liebesgeschichte ohne Happy-End


Hier habe ich euch schonmal erzählt, dass ich zwar ein Ordnungsfanatiker, aber tief in meinem Herzen doch eher Team Chaos bin. So ähnlich ist es auch beim Putzen. Ich hasse es zwar, stundenlang mit Lappen und Putzmittel meine Wohnung auf Vordermann zu bringen, aber Schmutz und Dreck mag ich noch viel weniger. Also muss es wohl sein mit dem Putzen.

Heute möchte ich euch mal meine kleinen Haushaltshelfer in Form von Reinigungsmitteln vorstellen, mit denen ich bisher noch jeden Dreck besiegt habe und die das Putzen ein bisschen erträglicher machen, denn es ist doch furchtbar, wenn man schrubbt und schrubbt und es tut sich nichts.



Haushaltsfavoriten

Allzweckreiniger

Den benutze ich für fast alle Oberflächen. Da habe ich auch keine bestimmte Marke, die ich immer kaufe. Beim Allzweckreiniger kommt es mir darauf an, schnell Schmutz wegzubekommen. Allzweckreiniger habe ich einmal in Sprühform, zum Beispiel für Arbeitsplatten, Waschbecken oder Tische und einmal in der Flasche, was ich dann zum Wischen mit in den Putzeimer mische. 

Glasreiniger

Auch hier habe ich keinen konkreten Favoriten, obwohl ich manche vom Geruch her wirklich nicht ertrage. Glasreiniger benutze ich für eigentlich alles. Fenster, Spiegel, glatte Oberflächen, Tische. Alles was glatt ist und glänzt, wird mit Glasreiniger saubergemacht. Einfach und praktisch.

Scheuerpulver

Einmal pro Woche nehme ich zur Reinigung meiner Waschbecken und Badezimmer und Küche Scheuerpulver zur Hilfe. So kann ich auch hartnäckigere Flecken zu Leibe rücken. Ich mag Scheuerpulver dabei lieber als Scheuermilch, weil ich es besser dosieren kann, je nachdem wie extrem der Schmutz ist.

WC-Reiniger

Einmal am Tag wird das Klo geputzt. Spätestens seit meiner Schwangerschaft mit Leon, in der ich mich täglich gut 10 Mal übergeben musste, brauche ich immer und zu jeder Zeit ein sauberes Klo. Den WC-Reiniger lasse ich kurz einwirken und wische einmal mit der Bürste nach. Das schafft man selbst an stressigen Tagen.

Kalk-Reiniger

Damit sprühe ich wöchentlich meine Armaturen in Bad und Küche ein, um Kalkflecken zu beseitigen btw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Ist der Kalk mal hartnäckiger, kann ich das Einreiben mit einer halben Zitrone oder das Einsprühen mit verdünntem Essigessenz empfehlen. 

Rohrreiniger

Ungefähr 1-2 Mal pro Monat geben ich etwas Rohreiniger in sämtliche Abflüsse. Ich mag es nicht, dass ich dort nicht putzen kann und nicht sehe, was für Dreck sich dort sammelt. So kann ich das beseitigen. Wichtig dabei: Das Zeug ist relativ aggressiv, also passt auf mit Händen und Augen und lüften danach gut.



Der Putzwahnsinn

Meine Haushaltshelfer sorgen dafür, dass ich das Gefühl habe, dass alles so sauber ist, wie ich es brauche. Zusätzlich stehen bei uns immer 2 Pakete feuchte Haushaltstücher in der Wohnung rum. So kann man schnell mal kleine Flecken wegwischen, direkt wenn man sie sieht. Gerade mit Kind passiert das ja doch relativ häufig. Gestaubsaugt wird bei uns übrigens mindestens alle 2 Tage. Eher öfter. Wischen tue ich im Bad 2-3 mal pro Woche, im Rest der Wohnung wöchentlich. Die Küche wird immer auch dem Kochen ordentlich und sauber verlassen. Ich mag es einfach nicht, wenn man nach Hause kommt oder morgens aufsteht und es ist unordentlich und dreckig irgendwo. Da mache ich mir lieber vorher etwas mehr Arbeit und freue mich dann über eine glänzende und strahlende Wohnung. 

Spaß macht mir das Putzen deswegen aber trotzdem nicht, aber that's life. Es geht nicht immer nur ums Vergnügen und ein Happy-End kann es in meiner Beziehung zum Putzen und Haushalt machen auch nicht geben. Denn ist man endlich mal am Ende angelangt, ist es vorne schon wieder dreckig und der ganze Wahnsinn fängt von vorne an.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Ein Besuch im Indoor-Spielplatz oder "Sind die denn alle verrückt?"

Vor Kurzem waren wir mit Leon im Indoorspielplatz. Er hatte riesigen Spaß, aber als wir wieder nach hause fuhren, dachte ich nur "Sind die denn alle verrückt?" Was haben diese Indoor-Spielplätze, was Erwachsene und Kinder gleichermaßen verrückt werden lässt? Was genau ich damit meine? Passt mal auf:



Mein Kind ist zuerst dran

Es liegt so in er Natürlich von Raum und Kindermenge, dass es in so einem Indoorspielplatz mehr Kinder als Spielgeräte gibt. Außerdem wollen nun mal oft Kinder gleichzeitig auf eine Attraktion. Kein Problem. Man stellt sich an und wartet, bis man dran ist. Denkste! Da wird sich vorgedrängelt. Andere Kinder werden zur Seite geschubst. Und ich spreche hier nicht von den Kindern selbst. Nein, es sind die Eltern selbst, die ihre Kinder da jetzt und sofort an Position Eins sehen wollen. Glauben die denn, das Spielgerät schließt oder geht kaputt, wenn nur drei andere Kinder es vorher noch benutzen? Ich werde da ja fuchsig. Meinem 1,5 Jahre alten Sohn versuche ich beizubringen, dass er warten muss, bis er dran ist. So läuft das nämlich in Sachen Fairness und gleichzeitig schieben Eltern ihre Kinder einfach an der Schlange vorbei und setzen sie ohne Rücksicht auf Verluste an erste Position.

Keine Beaufsichtigung

Ein weiterer Punkt ist, dass ich das Gefühl habe, manche Eltern meinen, ihre Aufsichtspflicht endet mit Betreten des Indoorspielplatz. Sie holen sich einen Kaffee und setzen sich gemütlich in eine Ecke, während die Kinder alleine die Spielgeräte erkunden. Da lag, während wir dort waren, wirklich ein Kleinkind, vielleicht so alt wie Leon, bestimmt mehrere Minuten panisch weinend auf dem Boden eines Karussells, während ältere Kinder es so schnell, wie sie konnten, drehten. Erst als ich mit einem anderen fremden Elternteil dazwischen gegangen bin, hielten die Jungs an. Der andere Vater nahm sich des kleinen Mädchens dann an und suchte die Mutter. Die saß, gemütlich mit einer Freundin quatschend, in einem Nebenraum und hatte von der ganzen Sache nichts mitbekommen. Keine 5 Minuten später konnte ich ein anderes kleines Mädchen gerade noch von der Rollenrutsche ziehen, sonst wäre sie von einem rutschenden Kind einfach umgenietet worden. Liebe Eltern, wo seid ihr? Und was denkt ihr euch dabei? Wahrscheinlich gar nichts und dort liegt das Problem.


Kinder sind absolut überdreht

Ich kann es ja verstehen. Diese Umgebung mit den vielen Spielgeräten, ggf. noch mit vielen blinkenden Lichtern ist völlige Überreizung für die Kinder. Die wissen mit den ganzen Sinneseindrücken doch gar nicht umzugehen. Die Folge ist, dass sie absolut überdrehen. Allerdings fallen mir da eben die älteren Kinder besonders negativ auf. Die heizen durch den Indoorspielplatz, laufen die Kleinen um. Da wird Fußball gespielt, egal wer der Ball abbekommt. Im Bällebad werden wild die Plastikbälle durch die Gegend geworfen und das tut echt weh, wenn man so ein Ding abbekommt.

Eltern werden zu Kindern

Das darf man nicht missverstehen. Ich finde es toll, wenn Eltern zusammen mit den Kindern rutschen, schaukeln und spielen. Allerdings geht es darum, zusammen mit den Kindern zu toben. Manche Eltern glauben aber wohl, dass diese Indoorspielplätze nur für sie gemacht wurden, belagern Trampoline, springen wie die Verrückten auf den Hüpfburgen. Rücksichtslos, verantwortungslos, hemmungslos. Super Vorbilder für die Kinder. Da wundere ich mich manchmal nicht, warum die sich nicht benehmen können.



Trotz all dieser Aspekte gehen wir ab und zu in den Indoorspielplatz, denn mein Kind hat dort wahnsinnig viel Spaß, auch wenn er sich nicht vordrängeln, nicht wie ein Irrer mit Bällen werfen darf und ich immer in seiner Nähe bin. Wir suchen uns inzwischen den Indoorspielplatz auch gezielt aus. Wir meiden die, wo hauptsächlich elektrische Spiele und Kirmeskarussells sind und nehmen die mit einer übersichtlichen, kinngerechten Auswahl an Spielgeräten. Und solange wir dort nur alle paar Monate mal sind, ertrage ich es auch, dass die Hälfte der Besucher offensichtlich total durchdreht, wenn sie im Indoorspielplatz ist.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder findet ihr meine Einschätzung total übertrieben? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Habt's fein und bis bald1

#Dankbar: Gutes Benehmen

Man redet ja immer schlecht von der heutigen Jugend. Die können sich nicht benehmen, die haben keine Manieren und schon gar keinen Respekt. Ich habe als Kind einige Dinge von meinen Eltern und vor allem von meinen Großeltern mitgegeben bekommen, die ich auch an mein Kind weitergeben möchte. Ich möchte bzw. ich erwarte viel eher, dass Leon höflich und respektvoll wird. Ich bin unglaublich dankbar, dass meine Familie in meiner Erziehung viel Wert auf gutes Benehmen gelegt hat, auch wenn mir so manche Maßregelung damals echt nervig vorkam. Auf folgende Dinge kommt es mir in Sachen Benehmen besonders an:

Tischmanieren:

Das fängt schon bei den kleinen Dingen an. Beim Tischdecken liegt die Gabel links und das Messer rechts vom Teller. Beim Essen stützt man den Kopf nicht auf der Hand ab. Man schlürft seine Suppe nicht und kratzt nicht wie wild das Dessertschälchen aus. Es wird nicht geschmatzt und mit den Lebensmitteln sorgsam umgegangen. Ich finde aber durchaus, dass man z.B. mit Essen spielen darf. Mahlzeiten sollen positive gemeinsame Momente im Tagesverlauf sein und das bedeutet, dass man auch mal Blödsinn mit seinem Essen machen darf und es macht mir auch nichts aus, wenn Leon sich beim Spaghetti Bolognese Essen von oben bis unten einsaut. Es darf eben nur nicht so ausarten, dass andere sich bei ihrem Essen belästigt oder angeekelt fühlen.

Bitte/Danke:

Es ist ganz einfach. Wenn man etwas bekommt, sagt man Danke. Wenn man etwas gibt oder etwas haben möchte, sagt man Bitte.Das übe ich schon lange mit Leon, auch wenn er gerade erst zwei Jahre alt ist und sein Wortschatz sich auf ein paar wenige Worte beschränkt. Mir ist es wichtig, dass ich Leon ganz konkret vorlebe, in welchen Momenten, man Bitte und Danke sagt.

Aufstehen für Ältere:

Das ist natürlich nur ein Beispiel, was zur Kategorie Respekt gehört. Wenn ich im Bus oder in der Bahn einen Sitzplatz belege und dafür jemand Älteres, ein Behinderter oder eine Schwangere stehen muss, dann ist das ein Unding. Es ist selbstverständlich, dass man dann aufsteht und den Platz freigibt. Als ich mit Leon schwanger war, bin ich morgens oft mit der bahn zur Uni gefahren. Die Bahn war immer fürchterlich voll und stickig und mehr als einmal ist mir schwindelig geworden, weil ich so lange stehen musste, was mit 8-Monats-Babybauch durchaus anstrengend ist. Eigentlich nie hat mir jemand einen Sitzplatz angeboten und mein Bauch war wirklich nicht zu übersehen. Hier ist es aber tatsächlich so, dass das Klischee zuzutreffen scheint. Vor allem die Jugendlichen von heute scheinen es nicht mehr für nötig zu halten, Plätze für Menschen freizugeben, die sie brauchen. Oder seht ihr das anders?

Sie/Du:

Aaah, da werde ich irre, wenn jemand das nicht auf die Reihe bekommt. Mein Mann sagt im Geschäft zum Beispiel: "Habt ihr auch Jeans in Größe xy?" Ich versuche ihm seit Jahren beizubringen, dass es "Haben SIE auch Jeans...?" heißt, aber das versteht er irgendwie nicht. Es ist eine Sache von Respekt, dass ich ältere, fremde oder mir übergeordnete Menschen sieze. Das DU wird einem von den entsprechenden Personen dann ggf. angeboten, ansonsten bleibt es beim Sie. Gerade im Job finde ich es manchmal schwierig, dass so schnell zum Du übergegangen wird, denn diese Form des Ansprechens nimmt Distanz und die tut einem manchmal ganz gut. Vor allem, wenn man fachliche Auseinandersetzungen hat, lassen die sich mit etwas Distanz meiner Meinung nach besser führen. Und "Sie Arschloch" sagt sich halt auch nicht ganz so leicht wie "Du Arschloch".

Türen aufhalten:

In der 5. Klasse auf dem Gymnasium erklärte eine Lehrerin unserer ganzen Klasse, dass man als Mann der Frau die Tür aufzuhalten hat. Eine Mitschülerin nahm das wortwörtlich und als sie nach über 15 Minuten nicht vom Klo zurückkam, ging jemand gucken und fand sie draußen vor der Tür. Sie wartete, dass ein Junge ihr die Tür aufhielt. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, aber ich mag das Klischee vom Mann als starkes Geschlecht und das demonstriert das Türe Aufhalten ja auch so ein bisschen. Außerdem ist es auch hier wieder ein bisschen eine Sache von Respekt. Außerdem gehört es sich einfach so. Fertig.

Fester Händedruck:

Das ist etwas, das mich in der Grundschule wirklich stört. Bei uns ist es Standard, dass sich Schüler und Lehrer zu Schulbeginn und am Ende die Hand schütteln. Doch die Schüler halten einfach nur ihre Hand hin. Kaum einer drückt richtig zu. Meine Oma hat mir damals beigebracht, dass man einen Händedruck immer feste erwidern soll. Damit zeigt man Selbstbewusstsein und die Bereitschaft mit jemand in Kontakt treten zu wollen, wohingegen das lasche Händeschütteln mehr Motivationslosigkeit anzeigt. Deswegen ist mir der feste Händedruck so wichtig.

All diese Dinge hat mir vor allem meine Oma beigebracht und diese konsequent umgesetzt. Aber natürlich habe ich einen Großteil meiner (wie ich finde) sehr guten Manieren von meinen Eltern mitbekommen. Sie haben mir vorgelegt, wie man sich in der Gesellschaft verhält. Ich bin auch der Meinung, dass das der Grund war, warum ich z.B. immer der Liebling von potenziellen Schwiegereltern war. Ich wusste, wie ich mich verhalten musste, um nett, höflich, unaufdringlich und respektvoll zu wirken.

Also Danke liebe Eltern und Großeltern.

Dienstag, 2. Mai 2017

3 Monate Workingmum: Wie läufts?

Seit genau 3 Monaten schimpfe ich mich nun neudeutsch Workingmum. Vor drei Monaten habe ich mein Referendariat als Grundschullehrerin angefangen. Zeit für ein kurzes Fazit, wie es läuft.

Freizeit - Was ist das?


Ich habe mir vor dem Referendariat gedacht, dass das eine wahnsinnig anstrengende Zeit wird und schon jetzt, nach 3 Monaten, kann ich sagen: Ich hatte ja keine Ahnung. 12 Stunden Unterricht pro Woche, zusätzlich Besprechungen und Konferenzen. 15 Stunden Seminar jede Woche und gerade im ersten Ausbildungsabschnitt viele Sonderveranstaltungen. Oft komme ich erst nach 18 Uhr nach Hause. Dann essen wir gemeinsam, ich bringe Leon ins Bett, setze mich dann noch 3-4 Stunden an den Schreibtisch und falle, nicht selten nach Mitternacht, totmüde ins Bett. Ich versuch, mir am Wochenende Zeit für meine Familie zu nehmen. Das bedeutet aber natürlich, dass ich unter der Woche schon alles erledigt haben muss. Seit Wochen habe ich keinen Film mehr angesehen, nicht mal in einer Zeitschrift geblättert oder einfach mal nichts getan. "Keine Zeit". Den Satz benutze ich momentan wohl am häufigsten.

Unterrichtsvorbereitung kostet wahnsinnig viel Zeit


Für eine einzelne 45-Minuten-Unterrichtsstunde bereite ich schonmal 3-4 Stunden vor. Thema finden, Ziele aus dem Bildungsplan festlegen, methodisch-didaktische Überlegungen. Unterrichtsskizze schreiben, Arbeitsblätter erstellen, Material basteln, schneiden, laminieren. Da kommen viele, viele Stunden zusammen. Nun stehen die Unterrichtsbesuche an, dafür bereitet man dann doppelt so viel vor. Zusätzlich schreibt man den gut 15-seitigen Unterrichtsentwurf. Jeep, ich hab genug zu tun.

 

Zeit mit dem Kind besonders genießen


Durch die ganze Arbeit habe ich natürlich weniger Zeit für mein Kind, aber das wusste ich vorher. Entsprechend versuche ich, die Zeit mit Leon viel intensiver zu genießen. Wenn ich Zeit mit Leon habe, dann gilt sie auch ausschließlich ihm. Da wird nebenbei kein Haushalt gemacht und nicht schnell noch was für die Schule erledigt. Das bin ich meinem Kind schuldig, das hat er verdient. Er macht das nämlich alles ganz toll. Er geht gerne in den Kindergarten, auch wenn er teilweise von 7-16:30 dort sein muss. Er ist so wahnsinnig groß und selbstständig, dabei wird er jetzt erst 2 Jahre alt.

 

Kinder lernen zu sehen, ist etwas ganz besonderes


Nun zum Bereich "Schule". Die Arbeit zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass ich mich für den richtigen Job entschieden habe. Gerade bei Grundschulkindern kann man den Lernzuwachs quasi direkt or sich sehen. Und es ist einfach bewundernswert, wie neugierig und offen Kinder noch sind, sodass das Lernen, wenn es richtig herausgefordert, motiviert und gefördert wird, quasi ganz von alleine passiert.

Gott sei dank habe ich Unterstützung


Mein Mann nimmt mir wahnsinnig viel Arbeit ab. Er holt Leon ab, wenn ich lange weg bin, er kocht Abendessen, er übernimmt Dinge im Haushalt, für die ich keine Zeit habe und er bleibt zuhause, wenn Leon krank ist und ich in der Schule unabkömmlich bin. Aber manchmal reicht das auch nicht. Da sind wir froh, dass wir auf meine Schwiegereltern zurückgreifen können. Als wir einen Betreuungsengpass wegen geschlossenem Kindergarten und wichtigen Terminen im Job hatten, sind sie, ohne mit der Wimper zu zucken, für eine Woche in eine Ferienwohnung in unserer Nähe gezogen und haben sich um Leon gekümmert. Ich bin so dankbar, dass ich solche Menschen in meinem Leben habe.

 

Ihr seht, es läuft. Es ist anstrengen, kostet mich oft alle Energie, die ich habe, aber es macht Spaß. Ich weiß, wofür ich es tue. Und das ist die Mühe allemal wert.